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Impossible Founders und die Otto Group fördern innovative Gründungen

Hamburgs Deep-Tech-Aufbruch: Wenn aus Wissenschaft Startups werden

Hamburgs Deep-Tech-Aufbruch: Wenn aus Wissenschaft Startups werden
Hamburgs Deep-Tech-Aufbruch: Wenn aus Wissenschaft Startups werden

Reeperbahn, Hamburg, ein Donnerstagabend im März. Im GAGA trifft Wissenschaft auf Kapital, Forschung auf Unternehmertum, Stiftungsarbeit auf Politik. Rund 300 geladene Gäste – führende Köpfe aus Hamburgs Deep-Tech- und Startup-Ökosystem – feiern den Kick-off von Impossible Founders: einer neuen Deeptech Factory, die bahnbrechende Forschung aus Hamburg in skalierbare Unternehmen übersetzen will – mit 50 Millionen Euro und einem starken Partner-Netzwerk.

Was wäre, wenn wir unsere Abhängigkeit von Rohstoffimporten radikal reduzieren könnten? Wenn seltene Erden und andere kritische Rohstoffe, die in Smartphones, Elektroautos und Computern stecken, nicht mehr nach mühsamer Förderung quer über den Globus transportiert werden müssten, sondern aus alten Geräten in unserer Nähe zurückgewonnen werden könnten? Genau daran arbeitet Exaere, ein Hamburger Startup, das ein biochemisches Verfahren zur Rückgewinnung kritischer Metalle entwickelt hat. Dieses Deep-Tech-Projekt ist ein Paradebeispiel für das enorme Potenzial der Wissenschaft für grüne Technologien.

Deep Tech bezeichnet Technologien, die auf wissenschaftlichen Durchbrüchen basieren und Antworten auf reale, oft globale gesellschaftliche Fragen suchen. Solche Gründungen unterscheiden sich grundlegend von Software-Startups und der Weg von bahnbrechender Idee bis zur Marktreife ist besonders lang und voller Hürden: Sie benötigen längere Entwicklungszyklen, hochspezialisiertes Know-how, unterliegen komplexen regulatorischen Prozessen und verlangen einen weitaus größeren Zeit- und Kapitalaufwand als digitale Geschäftsmodelle. Wer hier erfolgreich sein will, benötigt mehr als eine gute Idee: ein starkes, tragendes Ökosystem.

Genau hier kommt Impossible Founders ins Spiel: Europa – und Hamburg im Besonderen – verfügt über exzellente Forschung und Wissenschaft. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, aus bahnbrechenden Entdeckungen erfolgreiche und skalierbare Unternehmen zu formen. Das Team von Exaere konnte mit ihrem Konzept überzeugen und wurde einer der Gewinner von Future Founder, dem ersten Förderprogramm unter dem Dach von Impossible Founders.

Eine Factory für Hamburgs Deep-Tech-Zukunft

Impossible Founders ist eine umfassende, strukturgebende Plattform für Deep-Tech-Gründungen in Hamburg. Seit November 2025 aktiv, begleitet und beschleunigt sie den Weg von der ersten wissenschaftlichen Idee bis zum skalierbaren Unternehmen, immer in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen und Gründer*innen. Dabei werden Potenzialanalysen erstellt, Geschäftsmodelle entwickelt, Gründungsteams aufgebaut und die nötigen Verbindungen zu Kapitalgebern sowie Industriepartnern geknüpft.

Der inhaltliche Fokus liegt auf grünen Technologien, neuen Materialien, KI und Data Science. Arik Willner, Physiker und seit vielen Jahren in Deep Tech aktiv, ist Geschäftsführer der Initiative und bringt die Vision auf den Punkt: „Wir wollen Ausgründungen und Unternehmertum stärken, damit die besten Deep-Tech-Lösungen am Markt zukünftig aus Hamburg kommen – und von hier in die ganze Welt gehen."

Starke Allianz für Hamburger Startups

Impossible Founders fußt auf einer einzigartigen Partnerschaft zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Stiftungen und Politik, untermauert durch ein finanzielles Commitment von über 50 Millionen Euro. Dieses beeindruckende Bekenntnis spiegelt die Ambition wider, Hamburgs Rolle als Top-Innovationsstandort weiter auszubauen. Zu den Partnern von Impossible Founders zählen die initiierenden Stiftungen – die Michael Otto Stiftung und
die Joachim Herz Stiftung – als Gesellschafter sowie die Otto Group und die Hamburger Sparkasse als Sponsoren. Das Engagement von Prof. Dr. Michael Otto und Benjamin Otto unterstreicht die langfristige unternehmerische Verantwortung für die Stärkung des Deep-Tech-Ökosysems.

Diese Allianz überzeugte auch das Bundeswirtschaftsministerium: Hamburg und Impossible Founders setzten sich als einer von zehn Gewinnerstandorten beim bundesweiten „Startup Factories“-Wettbewerb durch und erhalten nun bis zu zehn Millionen Euro vom Bund.

Corporate Venturing schafft beidseitigen Mehrwert

Für die Otto Group ist das Engagement bei Impossible Founders Ausdruck einer festen Überzeugung: Von der Zusammenarbeit zwischen Startups und etablierten Unternehmen profitieren beide Seiten. Startups liefern innovative Lösungen und agile Ansätze, während etablierte Unternehmen Skalierungserfahrung, Netzwerke und Marktzugang bieten.

Wir glauben an die transformative Kraft der Zusammenarbeit", bekräftigt Petra Scharner-Wolff, CEO der Otto Group. „Unser langjähriges Engagement – von strategischen Investments bis hin zu unserer Venture-Client-Unit Otto Dock 6 – ist Ausdruck unserer festen Überzeugung, dass wir nur gemeinsam zukunftsfähige und nachhaltige Innovationen nach europäischen Werten schaffen können, die Deutschland als Wirtschaftsstandort stärken."

Das Corporate Venturing der Otto Group

Das Investment in Impossible Founders ist eine konsequente Ergänzung der langjährigen und breit aufgestellten Corporate-Venturing-Aktivitäten der Otto Group. Dazu zählen Ankerinvestitionen bei Headline (seit 2008) und Project A (seit 2012) sowie Investments in die Purpose- und Impact-orientierten VCs Revent (seit 2020) und Norrsken (seit 2024). Mit der Venture-Client-Unit Otto Dock 6 hat die Otto Group zudem eine eigene Einheit, die gezielt Brücken zwischen Startups und den Konzerngesellschaften baut, um komplexe Herausforderungen zu lösen. Impossible Founders komplettiert diese Aktivitäten um eine strategische und lokal verwurzelte Dimension – mit dem klaren Ziel, Hamburg als einen der führenden europäischen Standorte für Deep-Tech-Ausgründungen zu etablieren.


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