Digitale Verantwortung

Corporate Digital Responsibility
Corporate Digital Responsibility

Die Digitalisierung verändert unseren Alltag und unser Arbeitsleben. Die Otto Group setzt sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Technologien auseinander und engagiert sich für den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. In Initiativen, Projekten und Dialogformaten bringen wir uns unter anderem zu Fragen des Datenschutzes, des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz und der digitalen Teilhabe ein. Ziel ist es, den Dialog über Rahmenbedingungen und mögliche Auswirkungen digitaler Technologien zu fördern sowie unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen.



Digitale Verantwortung

Daten und Sicherheit

Die Otto Group hat für den Umgang mit personenbezogenen Daten verbindliche Vorgaben und Prozesse etabliert. Diese berücksichtigen die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie weitere interne Richtlinien und Standards. Datenschutzaspekte werden bei der Entwicklung, Einführung und Nutzung digitaler Anwendungen berücksichtigt. 

Projekte und Initiativen:

  • KI-Leitlinien: Um den Menschen bei der Entwicklung von Algorithmen in den Mittelpunkt zu stellen, hat die Otto Group one.O, der zentrale Partner für Strategieberatung und Technologie im Konzern, Leitlinien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz erarbeitet. Sie unterstützen Entwickler*innen dabei, Aspekte wie Datenverarbeitung und mögliche Auswirkungen algorithmischer Entscheidungen zu berücksichtigen. Oberste Prämisse: Wir entwickeln KI-Anwendungen für den Menschen – nicht gegen ihn. Ergänzend hat die Otto Group Tech Strategy gemeinsam mit Data- und KI-Expert*innen aus der Unternehmensgruppe einen Responsible AI Guide entwickelt. Dieser umfasst fünf Grundprinzipien, die bei der Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Nutzung von KI-Anwendungen als Orientierung dienen.
  • Ethical AI Community: Die konzernweite Ethical AI Community wurde im Jahr 2021 gegründet und stärkt die interne Vernetzung und den Austausch zwischen Daten- und KI-Expert*innen. Die Community beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, möglichen Risiken sowie Ansätzen zur Vermeidung von Bias. Darüber hinaus werden Konzepte und Ansätze für die KI-Governance diskutiert und weiterentwickelt.
  • Responsible AI Alliance: Die Otto Group ist Partner der Responsible AI Alliance, einem Hamburger Netzwerk aus Unternehmen, Wissenschaft und weiteren Akteuren, das künstliche Intelligenz so gestalten und einsetzen möchte, dass sie ethischen Prinzipien und gesellschaftlichen Werten wie Fairness, Sicherheit und Transparenz folgt. Die Allianz fördert den Austausch zu Fragen der Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz sowie zu Themen wie Transparenz, Sicherheit, Governance und möglichen Auswirkungen von KI-Anwendungen. Durch die Beteiligung an dem Netzwerk bringt die Otto Group ihre Erfahrungen ein und beteiligt sich am fachlichen Dialog zu Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI.

Digitale Teilhabe und Lernen

Die Digitalisierung erfordert Flexibilität. Lebenslanges Lernen und damit die stete Weiterentwicklung von Kenntnissen und Fähigkeiten sind essentiell, um in der Geschwindigkeit des digitalen Wandels mithalten zu können. Unsere Mitarbeiter*innen brauchen deshalb Werkzeuge, mit deren Hilfe sie sich weiterbilden können. Es liegt in unserer Verantwortung, hierzu passende Angebote zu schaffen. Mit der Weiterbildungsinitiative TechUcation werden wir dieser Aufgabe gerecht. Gleichzeitig ist es im Sinne der digitalen Teilhabe wichtig, dass unsere Angebote, etwa im Online-Handel, barrierefrei sind. Sie müssen intuitiv anwendbar sein. Damit auch Menschen ohne besondere Expertise sie in Anspruch nehmen können. Daran arbeiten wir jeden Tag.

Projekte und Initiativen:

  • Lebenslanges Lernen ist elementarer Teil unserer Unternehmenskultur und Schlüssel für die Transformation von Geschäftsmodellen und damit auch für die Zukunftsfähigkeit der Otto Group und ihren Mitarbeitenden. Neben einer konzernweiten Weiterbildungsinitiative (TechUcation), die für ein gemeinsames Verständnis der Digitalisierung sorgt, haben wir mit dem Learning Experience Hub (LXHub) ein eigenes digitales Lern-Ökosystem geschaffen, das die Lerninhalte konzernweit bündelt und als zentraler Zugang zu allen Angeboten fungiert. Ziel ist, die Mitarbeitenden mitzunehmen, Upskilling zu betreiben und Lernen weiter in den Arbeitsalltag zu integrieren. Dabei spielen selbstentwickelte, videobasierte Lernpfade, beispielsweise zum Thema Künstliche Intelligenz, eine große Rolle. Fachexpert*innen der Otto Group erklären dort Begrifflichkeiten und Anwendungsfälle und bauen dadurch mögliche Berührungsängste ab. Nur durch Lernbereitschaft, das Teilen von Wissen und Weiterentwicklung schaffen wir für alle Mitarbeiter*innen auch zukünftig berufliche Perspektiven in einer Arbeitswelt, in der durch den technologischen Wandel immer mehr Berufsbilder überflüssig werden, gleichzeitig aber auch neue Jobprofile entstehen. Mit den umfassenden Lerninhalten werden Mitarbeitende befähigt und ermutigt, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten.

Digitale Technologien in Umwelt- und Ressourcenprojekten

Daten und digitale Technologien können dabei unterstützen, Prozesse zu analysieren, Informationen besser verfügbar zu machen und den Einsatz von Materialien, Energie und weiteren Ressourcen transparenter zu steuern.

Projekte und Initiativen:

  • App BHive: Die von einzelnen Konzerngesellschaften der Otto Group eingesetzte App BHive digitalisiert das Chemikalienmanagement auf Fabrikebene. Ziel ist es, Transparenz über eingesetzte Chemikalien zu schaffen, Informationen zu besonders kritischen Stoffen bereitzustellen und deren Umgang systematischer zu steuern. Nach einer Pilotphase mit rund 35 Fabriken im Jahr 2021 wurde die Anwendung 2025 auf 115 Fabriken ausgeweitet.
  • Initiative „Digitaler Datenputz": Seit 2022 macht die Otto Group regelmäßig auf den Ressourcenbedarf aufmerksam, der mit der Speicherung digitaler Daten verbunden sein kann. Im Rahmen der Initiative sind Mitarbeitende dazu aufgerufen, nicht mehr benötigte Dateien, E-Mails und Datenbestände zu prüfen und gegebenenfalls zu löschen. Seit 2023 unterstützt auch die CDR-Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) das Vorhaben. Gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Organisationen werden dabei Laufwerke, E-Mail-Postfächer und Datenbestände überprüft und bereinigt.

Wertebasierte Digitalökonomie

Die Otto Group setzt sich für eine eigenständige und wettbewerbsfähige Digitalökonomie in Europa ein. Sie unterstützt den Austausch über wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Rahmenbedingungen der Digitalisierung und beteiligt sich an Initiativen, die sich mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf Wirtschaft und Gesellschaft befassen. Dabei stehen unter anderem Fragen zu langfristiger Wettbewerbsfähigkeit, gesellschaftlicher Teilhabe und dem Umgang mit technologischen Entwicklungen im Fokus. Die Otto Group engagiert sich gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für den Austausch über die Zukunftsfähigkeit des deutschen und europäischen Wirtschaftsstandorts. Dabei werden wirtschaftliche, soziale und ökologische Fragestellungen gemeinsam betrachtet.

Projekte und Initiativen:

  • Initiative ZukunftsWerte: Mit der Initiative ZukunftsWerte schafft die Otto Group ein Forum für den Austausch über wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Fragestellungen der Digitalisierung. Die Initiative vernetzt Vertreter*innen aus Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft und bietet Raum für Diskussionen zu Themen wie Datenökonomie, Künstliche Intelligenz, Arbeitswelt, Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Ziel ist es, Perspektiven auszutauschen und Beiträge zur Gestaltung des digitalen Wandels zu erarbeiten.
  • Corporate Digital Responsibility (CDR) Initiative: Die Otto Group ist Gründungsmitglied der 2018 ins Leben gerufenen Corporate Digital Responsibility Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). Im Rahmen der Initiative wurde ein CDR-Kodex entwickelt, der Prinzipien und Zielsetzungen für den Umgang mit digitalen Technologien beschreibt. Diese richten sich an Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie an Verbraucher*innen. Die Mitgliedsunternehmen der CDR-Initiative veröffentlichen individuelle Berichte zu Maßnahmen und Aktivitäten im Zusammenhang mit Corporate Digital Responsibility.
  • Business Council for Democracy: Die Otto Group beteiligt sich am Business Council for Democracy (BC4D), einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und des Institute for Strategic Dialogue Germany. Das Programm bietet Arbeitnehmer*innen Schulungen zu Themen wie Hassrede, Desinformation und Verschwörungserzählungen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie und ihrer Widerstandsfähigkeit zu leisten.

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