Mitgliedschaft & Allianzen

Veränderung durch die Kraft der vielen. Aus dieser Überzeugung heraus haben wir zahlreiche Initiativen angestoßen und engagieren uns im Dialog mit Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

 

Um die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der globalen Lieferkette besser vorantreiben zu können, beteiligt die Otto Group sich an einer Vielzahl von nationalen und internationalen Initiativen, ist Mitglied in diversen Organisationen und steht in regem Austausch mit Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Diese Dialogkultur hilft uns zudem dabei, anstehende Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Die Otto Group erhält wichtige Impulse und Anregungen für die eigene Nachhaltigkeitsleistung, gibt aber auch ihrerseits Anstöße und nimmt positiven Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung.

 

AKTUELL (31.05.2021):

Globale Gewerkschaften und internationale Marken haben einer dreimonatigen Verlängerung der Verpflichtungen des Transition Accord 2018 zugestimmt, um weitere Verhandlungen für eine gemeinsame Fortschreibung der Erfolge des Accord zu ermöglichen

Die Otto Group ist seit 2013 ununterbrochen im Bangladesh Accord aktiv und hat seitdem mit viel Einsatz und Engagement dazu beigetragen, dass in Zusammenarbeit mit internationalen Gewerkschaften wesentliche Verbesserungen in der Textilindustrie erreicht wurden. Als Mitglied im Steering Committee des RSC, der Nachfolgeorganisation des Accord-Abkommens, das formell Ende Mai 2021 ausläuft, wollen wir die bereits erreichten Erfolge fortführen. Die Otto Group setzt sich dafür ein, dass der RSC zum Industriestandard wird, um die Sicherheit der Arbeitnehmer*innen im gesamten Bekleidungssektor von Bangladesch jetzt und in Zukunft zu gewährleisten. Die Otto Group als Mitglied des Steering Committee des Accord, der Brands Association und des Executive Committee des RSC freut sich sehr über die erlangte Einigung zwischen Unternehmen und Gewerkschaften und begrüßt das gemeinsame weitere Vorgehen.

Die Otto Group hat entsprechend heute, am 31. Mai 2021, das Interimsabkommen mit den Internationalen Gewerkschaften IndustriALL Global Union und UNI Global Union unterzeichnet.

 
Fashion for Good
Textilbündnis
amfori BSCI
CPI2
Accord

Fashion for GoodEnde 2018 hat die Otto Group eine Partnerschaft mit der Initiative "Fashion for Good" geschlossen. Ziel der Initiative ist es, nachhaltige Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern - und vielversprechende Start-ups mit Investoren zusammenzubringen. Die Otto Group sieht in der Partnerschaft die Chance, neue Kooperationen einzugehen und kollaborativ Ansätze für Verbesserungen in der textilen Wertschöpfungskette zu finden. Eines der Projekte, das daraus entstanden ist, ist die Zusammenarbeit von OTTO mit dem spanischen Start-up Cadel Deinking. Das Pilotprojekt soll es ermöglichen, die beim Versand eingesetzten Kunststoffbeutel zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial zu fertigen - und durch den geschlossenen Kreislauf Ressourcen zu schonen.


Mitglied im Bündnis für Nachhaltige TextilienSeit Juni 2015 ist die Otto Group Mitglied in dem von der deutschen Bundesregierung initiierten Bündnis für nachhaltige Textilien. Das Textilbündnis besteht aus Vertreter*innen von Industrie, Handel, Nicht-Regierungsorganisationen und Politik. Ziel ist es, die sozialen und ökologischen Standards entlang der globalen textilen Wertschöpfungskette kontinuierlich zu verbessern. Die Otto Group hat das Bündnis von Anfang an unterstützt und aktiv vorangetrieben, sodass der Beitritt möglichst vieler Unternehmen möglich war. Im Juli 2015 wurde die Otto Group in den Steuerungskreis des Bündnisses für nachhaltige Textilien gewählt, wo sie seitdem die Interessen der Wirtschaft vertritt. Für die Jahre 2017 bis 2019 hat die Otto Group jeweils eine eigene Roadmap mit individuellen Zielsetzungen erstellt. Alle Maßnahmenpläne wurden von externer und unabhängiger Seite geprüft und auch auf der Internetseite des Textilbündnis veröffentlicht. 

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Steuerungskreis des Textilbündnisses Ende März 2020 beschlossen, dass im Jahr 2020 keine neue Roadmap zu erstellen ist und auch kein Fortschrittsbericht veröffentlicht werden soll. Der Steuerungskreis wird für die Zukunft über den weiteren Umgang befinden.

 
Dr. Johannes Merck, Direktor Corporate Responsibility der Otto Group

Dr. Johannes Merck, ehemaliger Direktor Corporate Responsibility der Otto Group

"Die Otto Group setzt bereits seit vielen Jahren darauf, dass eine nachhaltige Veränderung nur durch die Kraft der Vielen möglich ist. Aus dieser Überzeugung heraus haben wir zahlreiche Initiativen angestoßen und engagieren uns im Dialog mit Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Unsere Mitgliedschaft im deutschen Bündnis für nachhaltige Textilien ist deshalb eine logische Konsequenz unseres bisherigen jahrzehntelangen Engagements im Sozial- und Umweltbereich. Die Otto Group hat das Textilbündnis von Anfang an unterstützt und aktiv vorangetrieben. 2017 bis 2019 haben wir unsere Roadmaps mit individuellen Zielsetzungen erstellt und nach erfolgreicher externer Prüfung veröffentlicht. Mit ihrer Mitgliedschaft im Textilbündnis bekennt sich die Otto Group zu ihrer Verantwortung für sozial und ökologisch verantwortliche globale Lieferketten und damit zur Achtung der Bündnisziele."

 
 


Amfori BSCIDie Otto Group war 2004 an der Gründung der Business Social Compliance Initiative (BSCI) beteiligt, die heute amfori BSCI heißt. Sie vereint Händler und Produzenten mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Lieferkette kontinuierlich zu verbessern. Dafür werden unabhängige Überprüfungen, sogenannte Audits, in den Produktionsbetrieben durchführt.

Im März 2017 initiierte amfori BSCI mit der Otto Group das Multistakeholder-Forum „Protection of Syrian Labour Rights in Turkey – A Business-Led Call for Supply Chain Action“. Syrische Staatsbürger*innen gelten in der Türkei als vorübergehende Flüchtlinge und haben keinen Zugang zu legaler Beschäftigung, Ausbildung und Gesundheitsversorgung. Folglich arbeiten viele Syrer*innen illegal. Ziel war es, Lösungen zur Integration zu erarbeiten, die Rechte syrischer Geflohener zu stärken und die Arbeitsbedingungen in der türkischen Bekleidungsindustrie zu verbessern.


CPI2CPI2 wurde 2012 auf Initiative der Otto Group zusammen mit sieben weiteren deutschen Handelsunternehmen gegründet. Sie verfolgt das Ziel, auch in der weltweiten Lieferkette Ressourcen zu sparen und damit das Klima zu schützen. Die Basis von CPI2 ist ein Onlineprogramm, mit dem Fabriken den Einsatz von Energie, Wasser und Chemikalien in allen Unternehmensbereichen evaluieren und steuern können.

CPI2 schloss 2017 eine Partnerschaft mit der international wichtigsten Plattform für nachhaltiges Management textiler Lieferketten, der Sustainable Apparel Coalition (SAC). Das gemeinsame Ziel ist es, Synergien zu schaffen sowie negative soziale und ökologische Auswirkungen in der globalen Lieferkette zu verringern. Mit der Partnerschaft steigt der Nutzen des CPI2-Tools für Produzenten und Unternehmen der Textil- und Schuhbranche.


Accord LogoDie Otto Group ist Unterzeichner des Gebäude- und Brandschutzabkommens für Textilfabriken in Bangladesch (Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh), das gemeinsam mit den weltweiten Gewerkschaftsdachverbänden IndustriALL und UNI, der Clean Clothes Campaign (CCC), dem Workers Rights Consortium (WRC) und nationalen Gewerkschaften entwickelt wurde. Als Mitglied des sogenannten Implementation Teams war die Otto Group an der konkreten Ausgestaltung des Abkommens maßgeblich beteiligt. Das Sicherheitsabkommen enthält verbindliche, durchsetzbare und transparente Regelungen zu unabhängigen Inspektionen mit öffentlich zugänglichen Berichten und verpflichtenden Instandsetzungsmaßnahmen. Es wurde 2013 geschlossen und war auf fünf Jahre ausgelegt. 2017 unterzeichnete die Otto Group den 2018 Transition Accord, eine Verlängerung des Abkommens.

 

Globale Gewerkschaften und internationale Marken haben einer dreimonatigen Verlängerung der Verpflichtungen des Transition Accord 2018 zugestimmt, um weitere Verhandlungen für  eine gemeinsame Fortschreibung der Erfolge des Accord zu ermöglichen

Die Otto Group ist seit 2013 ununterbrochen im Bangladesh Accord aktiv und hat seitdem mit viel Einsatz und Engagement dazu beigetragen, dass in Zusammenarbeit mit internationalen Gewerkschaften wesentliche Verbesserungen in der Textilindustrie erreicht wurden. Als Mitglied im Steering Committee des RSC, der Nachfolgeorganisation des Accord-Abkommens, das formell Ende Mai 2021 ausläuft, wollen wir die bereits erreichten Erfolge fortführen. Die Otto Group setzt sich dafür ein, dass der RSC zum Industriestandard wird, um die Sicherheit der Arbeitnehmer*innen im gesamten Bekleidungssektor von Bangladesch jetzt und in Zukunft zu gewährleisten. Die Otto Group als Mitglied des Steering Committee des Accord, der Brands Association und des Executive Committee des RSC freut sich sehr über die erlangte Einigung zwischen Unternehmen und Gewerkschaften und begrüßt das gemeinsame weitere Vorgehen.

Die Otto Group hat entsprechend am 31. Mai 2021 das Interimsabkommen mit den Internationalen Gewerkschaften IndustriALL Global Union und UNI Global Union unterzeichnet.

 

Die Otto Group plädiert für eine Fortführung des Abkommens bis die Expertise und die Verantwortlichkeiten vollständig an nationale Stellen übergeben wurden und etabliert sind.

 

 

Studie zu freiwilligen Nachhaltigkeits-Kooperationen

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Unternehmensführung und Organisation der Leibniz Universität Hannover hat die Otto Group im November 2020 eine Studie zu Strategien und Erfolgsfaktoren von Nachhaltigkeitskooperationen am Beispiel der Textilindustrie vorgelegt.

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Dokumente

Nachhaltigkeitsberichte, Studien und Verhaltenskodizes

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