In den verschiedenen Stufen der textilen Wertschöpfungskette spielen Chemikalien eine wichtige Rolle, um Eigenschaften wie Farbigkeit, Elastizität und Qualität sicherzustellen. Die Otto Group setzt sich vor allem bei den Fabriken für Nassprozesse (Färben, Waschen, Bedrucken) für einen sicheren Umgang mit Chemikalien und eine Verringerung möglicher Umweltbelastungen ein.
Transparenz
Als Handelsunternehmen verfügen wir über keine eigenen Fabriken. Und auch in den Fabriken unserer Geschäftspartner erfolgt in den meisten Fällen nicht der größte Chemikalieneinsatz. Daher sind wir auf die Informationen unserer direkten Geschäftspartner angewiesen, um zu erfahren, mit welchen Akteuren sie in den tieferen Lieferketten zusammenarbeiten. Besonders relevant sind hierbei die Fabriken für Nassprozesse (Färben, Waschen, Bedrucken). Mithilfe unserer Geschäftspartner wollen wir entlang der Lieferkette das Bewusstsein der Lieferanten, Vorlieferanten und Produzenten unserer Eigen- und Lizenzmarken für die Risiken im Umgang mit Chemikalien schärfen. Ebenso wichtig ist es, mehr Transparenz über die verwendeten Chemikalien in den Fabriken für Nassprozesse zu gewinnen.
Anforderungen
Mit folgenden Anforderungen geben wir unseren Geschäftspartnern und den Fabriken für Nassprozesse Orientierung für einen verbesserten Umgang mit Chemikalien:
Zusammenarbeit mit Lieferanten
Wir setzen wir uns dafür ein, dass schädliche Substanzen in der Textilproduktion durch unbedenkliche Alternativen ersetzt werden. Um die Umweltbelastungen zu reduzieren, muss zudem eine ordnungsgemäße Lagerung und die sachgemäße Entsorgung sichergestellt werden. In der Otto Group arbeiten wir daran, einen Überblick über die eingesetzten Chemikalien in der Lieferkette zu bekommen und Fabriken dabei zu unterstützen, gefährliche Stoffe zu ersetzen. Einige Konzerngesellschaften nutzen dafür die App The BHiveTM, die das Chemikalienmanagement auf Fabrikebene digitalisiert und einen bewussteren Umgang mit Chemikalien sowie eine bessere Steuerung von Umwelt- und Ressourcenrisiken ermöglicht. Nach einer Pilotphase mit rund 35 Fabriken im Jahr 2021 konnten wir die Anwendung kontinuierlich ausweiten. Im Jahr 2025 haben wir mit 115 Fabriken über die Anwendung zusammengearbeitet. Zudem führen wir jährlich digitale Lieferantenschulungen zu Chemikalienmanagement, bedenklichen Chemikalien und chemischen Anforderungen der EU und der Otto Group durch.