Wir arbeiten daran, in den Produkten unserer Eigen- und Lizenzmarken immer mehr bevorzugte Materialien einzusetzen. Also solche, die gemessen an den Daten der Lebenszyklusanalyse, eine wesentlich geringere Umweltauswirkung aufweisen, oder wenn sie recycelt sind und dadurch den Ressourceneinsatz verringern. Ein bevorzugtes Material erfüllt unsere Anforderungen an die Reduzierung von Umweltauswirkungen oder an Tierschutz auf der Ebene der Rohstoffproduktion im Vergleich zur konventionellen Alternative. Die Bewertung basiert auf Faktoren wie dem Potenzial zur globalen Erwärmung, Eutrophierung, Wasserknappheit, Ressourcenabbau, Chemikaliennutzung und Tierschutz.
Im Bereich Textilien setzen wir auf sogenannte „Preferred Fibers“, also Fasern, die im Vergleich zu konventionellen Alternativen geringere negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. So sollen beispielsweise vermehrt Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau, recycelte oder innovative Fasern eingesetzt werden und tierische Fasern, bei denen in besonderem Maße auf das Tierwohl geachtet wird. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 haben wir einen Anteil von 45 Prozent bevorzugten Fasern gemessen an der Gesamttonnage der Materialgruppe erreicht. Der Anteil bevorzugter Fasern im Bereich Mode und Heimtextilien liegt bei 66 Prozent.
Im Bereich Holzmöbel setzen wir auf zertifiziertes Holz, wobei wir insbesondere den FSC®-Standard berücksichtigen. Zusätzlich akzeptieren wir bei Holzmöbeln seit 2023 weitere anerkannte Zertifikate wie das EU Ecolabel, den Blauen Engel oder das Nordic Swan Ecolabel. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 haben wir einen Anteil von 86 Prozent bevorzugtem Holz erreicht. Die Kennzahlen beziehen sich auf den Anteil an der Gesamttonnage der Materialgruppe.
Durch die fortschreitende Digitalisierung geht der Einsatz von Papier für Kataloge und Werbemittel seit Jahren zurück. Im Jahr 2025 entfielen 99 Prozent des in der Otto Group verwendeten Katalogpapiers auf Papiere mit FSC®-Zertifizierung oder EU Ecolabel. Somit setzen wir fast ausschließlich entsprechend zertifiziertes Katalogpapier ein.
Wir arbeiten in der Otto Group stetig daran, das Volumen der Verpackungen zu optimieren und deren Recyclingfähigkeit zu erhöhen. Unsere Maßnahmen betreffen unsere selbst eingekauften Versandverpackungen (vor allem Kartons und Versandtaschen) und Füllmaterialien. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einsatz von recyceltem Material, wobei jeweils ein Zertifikat für einen Mindestanteil von 80 Prozent vorliegen muss. Bei Kunststoffverpackungen muss dieser Recyclinganteil „post-consumer“ sein, also aus gebrauchtem, recyceltem Kunststoff stammen. 2025 wiesen 98 Prozent der Verpackungsmenge entsprechende Zertifikate für recyceltes Material auf.