Zusammen mit unseren Konzerngesellschaften sowie unseren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft testen und implementieren wir fortlaufend Prinzipien und Lösungen der Kreislaufwirtschaft. Auch wenn nicht in allen Bereichen schnelle Erfolge erzielt werden können, lernen wir aus den Herausforderungen und stellen die erforderlichen Weichen, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und zukunftsfähige Ideen weiter voranzutreiben.
Konkrete Lösungen setzen die Konzerngesellschaften der Otto Group um. So haben beispielsweise OTTO und Bonprix in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen circular.fashion sogenannte „Circular Collections“ auf den Markt gebracht. Diese unterliegen strengen Vorgaben hinsichtlich Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit, damit die Materialien später in Alttextilsortierbetrieben identifiziert werden können, um sie je nach Zustand des Artikels für die Weiternutzung vorzubereiten oder zu recyceln.
Funktionierende Rücknahmesysteme sind in der Kreislaufwirtschaft essenziell. Deshalb bietet OTTO den Kund*innen im Rahmen der Non-Profit-Initiative „Platz schaffen mit Herz“ die Möglichkeit, Alttextilien zu sammeln. Die Erlöse aus dem Weiterverkauf der Altkleider fließen in soziale Projekte weltweit, die von den Kund*innen durch ein Voting mitbestimmt werden können. Gut erhaltene Kleider können hierdurch weiter genutzt und der Rest recycelt werden.
Die Otto Group hat im Jahr 2025 mehr als 48.200 Tonnen Elektroaltgeräte, die wir von Kund*innen zurückgenommen haben, einer fachgerechten Verwertung zugeführt. Außerdem werden Kühl- und Gefriergeräte bei deutschen Entsorgungspartnern in Anlagen mit einer Weeelabex-Zertifizierung von schadstoffhaltigen Bestandteilen befreit und anschließend hochwertig verwertet. Dadurch wird vermieden, dass Treibhausgase wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) und Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs) über den Verwertungsprozess in die Umwelt gelangen.
Bei den Produkten unserer Konzerngesellschaft Manufactum wird darauf geachtet, dass Einzelteile ausgetauscht und Mechaniken repariert werden können. Zudem unterstützt das im unternehmenseigenen Kundenzentrum integrierte Team für Sonderbestellungen die Kund*innen bei Reparaturen und der Beschaffung erforderlicher Ersatzteile.
Im Rahmen der Mitgliedschaft bei der Initiative Fashion for Good unterstützt die Otto Group seit Anfang 2025 das Projekt „Closing the Footwear Loop“, das sich auf die Verwendung alternativer Schuhmaterialien, die Definition zirkulärer Designkriterien sowie die Optimierung der Rücknahmelogistik zur Wiederverwendung und zum Recycling von Schuhen konzentriert.
Da die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft einen branchenweiten Wandel erfordert, beteiligen wir uns an Initiativen und Diskussionen, die den Austausch über entsprechende Lösungsansätze fördern. Die von der Otto Group unterstützte WWF-Studie „Modell Deutschland Circular Economy" (2023) liefert Impulse für die Debatte über die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft in Deutschland. Viele der dort beschriebenen Themen und Maßnahmen finden sich auch in der 2024 verabschiedeten Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung wieder.