Menschenrechte

Seit über 25 Jahren wird bei der Otto Group Verantwortung großgeschrieben und damit einhergehend auch die Achtung der Menschenrechte. Deshalb haben wir einen Prozess etabliert, um unserer menschenrechtlichen Sorgfalt nachzukommen. Ausgangspunkt unserer Sorgfaltsprozesse ist unsere Grundsatzerklärung. Sie bringt unsere Werte und unsere Haltung gegenüber Menschenrechten zum Ausdruck und erläutert, wie wir unsere Sorgfaltspflicht umsetzen.

 

Die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) wurden 2011 durch die Vereinten Nationen verabschiedet und bilden das Grundgerüst und den Rahmen für die unternehmerische Verantwortung für Menschenrechte. Ende 2016 hat die deutsche Bundesregierung die dort beschriebenen Anforderungen aufgegriffen und in einen Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) überführt. Die Otto Group hat ihren Sorgfaltsprozess in Übereinstimmung mit den UNGPs aufgesetzt,

 
Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group

Alexander Birken, CEO der Otto Group

"Für die Otto Group sind Menschenrechte ein hohes Gut. Wir setzen uns bereits seit über 25 Jahren für faire und sichere Arbeitsbedingungen bei unseren Geschäftspartnern ein und stehen für eine vorurteilsfreie Arbeitskultur, die Vielfalt und Wertschätzung fördert. Unsere Grundsatzerklärung für Menschenrechte ist eine folgerichtige Weiterführung unseres langjährigen Engagements und eine Verpflichtung, dass auch in Zukunft der Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns steht. Dazu gehören insbesondere unsere eigenen Beschäftigten, die Menschen in unseren Lieferketten und unsere Kund*innen. Wir nehmen unsere Verantwortung zum Schutz der Menschenrechte aktiv wahr, arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen und entwickeln unsere Geschäftsprozesse stetig weiter, um unserer Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte gerecht zu werden. Die Grundsatzerklärung ist Ausdruck dieses Bestrebens."

 
 
Erklärung
Risikoanalyse
Maßnahmen
Beschwerden
Reporting
 

Die Grundsatzerklärung definiert unseren Anspruch gegenüber Menschenrechten in unseren Unternehmen und der Wertschöpfungskette. Aus unserer Sicht sind die Menschenrechte unteilbar und es ist die Aufgabe von uns und unseren Geschäftspartnern, die Einhaltung der Menschenrechte gemeinsam und ganzheitlich zu erreichen. Wir basieren unsere Grundsatzerklärung auf die allgemeinen internationalen Referenzinstrumente, wie zum Beispiel die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN-UDHR). Die Grundsatzerklärung gibt außerdem einen Überblick über die wesentlichen Prozesse, die wir in der Otto Group implementiert haben, um unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen.

 

Wir analysieren und identifizieren regelmäßig potentielle Risiken und Verstöße gegen Menschenrechte in unserer gesamten Wertschöpfungskette. Hierzu nutzen wir zahlreiche Informationen: neben den quantitativen Ergebnissen aus unserem strategischen impACT Prozess, den Informationen unserer Konzernunternehmen sowie den Einblicken und Erkenntnissen aus Programmen in der Lieferkette nutzen wir auch den Dialog mit zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren, anderen Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften. Dieser findet im Wesentlichen im Austausch in Multi-Stakeholder-Initiativen statt. Im Rahmen der Risikoanalyse identifizieren und priorisieren wir die sogenannten "salient issues", also Risiken die als besonders schwerwiegend definiert werden. Für die Otto Group liegen diese insbesondere in der Lieferkette. Unsere wesentlichen Herausforderungen und Risiken betreffen die Bereiche der Arbeitssicherheit, Kinderarbeit und Zwangsarbeit in der tieferen Lieferkette sowie Versammlungsfreiheit und Diskriminierung. Wir sehen uns aber auch in der Pflicht, unsere Prozesse bezüglich der eigenen Mitarbeiter*innen kontinuierlich zu bewerten und zu verbessern, wie etwa die Förderung von Anti-Diskriminierung. Als globaler digitaler Konzern ist über alle Geschäftsmodelle hinweg vor allem auch das Thema Privatsphäre und Datenschutz bzw. Datensicherheit von zentraler Bedeutung für die Otto Group.

 

Für die von uns identifizierten "salient issues" leiten wir Maßnahmen ab, um den Risiken zu begegnen. Ein besonderer Fokus liegt dabei in der Lieferkette der Handelswaren von Eigen- und Lizenzmarken, wo wir wesentliche Einflussmöglichkeiten identifiziert haben. Die Maßnahmen reichen von nachhaltigeren Rohstoffen, über Audits und Zertifizierungen, verbesserten Produktionsprozessen bis hin zu dezidierten Trainingsmaßnahmen für Fabriken und zielen allesamt auf Verbesserungen ab. Wir engagieren uns aktiv in Bündnissen und Initiativen (amfori, Bündnis für nachhaltige Textilien, Fashion for Good, Accord on fire and building safety) und fördern seit Jahren die Entwicklung besserer Prozesse in Anbau und Produktion von Rohstoffen (u. a. Aid By Trade Foundation / Cotton made in Africa). Nicht zuletzt verankern wir unsere Bestrebungen auch in internen Richtlinien und Handlungsvorgaben und sorgen somit für eine langfristige Umsetzung (Code of Conduct, Supplier Declaration, Code of Ethics).

 

Sollte es trotz unserer Maßnahmen und Bemühungen zu Verstößen gegen die Menschenrechte kommen, steht unser Hinweisgebersystem zur Verfügung, um Beschwerden aufzunehmen. Diese können von allen, die mit der Otto Group verbunden sind, gemeldet werden, egal ob Beschäftigte in der Lieferkette, Mitarbeiter*innen der Otto Group, Kund*innen oder betroffene Anwohner*innen. Allen Hinweisen wird sorgfältig nachgegangen. Zusätzlich tragen wir durch unsere Mitgliedschaften in der amfori BSCI, dem deutschen Textilbündnis und dem Bangladesh Accord maßgeblich dazu bei, dass auch branchenspezifische Lösungen gefunden werden.

 

Wir sind uns bewusst, dass die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht ein kontinuierlicher Prozess ist. Aus diesem Grund arbeiten wir stetig an unseren eigenen Prozessen und passen diese an die gegebenen Umstände an. Über unsere Fortschritte berichten wir regelmäßig in unserem Geschäftsbericht und auf den Homepages der Otto Group und der einzelnen Konzerngesellschaften.

 

 

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