Zwei Tage, ein gemeinsamer Anspruch: schneller ins Handeln kommen! Aber wie kann nachhaltige Transformation gelingen, wenn Krisen, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheit den Druck erhöhen? Rund 1.600 Entscheidungsträger*innen aus 115 Ländern kamen am 29. und 30. Juni 2026 zur dritten Hamburg Sustainability Conference (HSC) zusammen – unter ihnen auch Prof. Dr. Michael Otto und Petra Scharner-Wolff, CEO der Otto Group sowie weitere Vorstandsmitglieder. Die zentrale Botschaft der Konferenz war klar: Um die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, müssen Partnerschaften gestärkt und gute Ideen schneller in konkrete Lösungen übersetzt werden. Veränderung braucht mehr als Worte – sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen, gezielte Investitionen und den Willen zur Umsetzung.
In rund 80 Sessions und Side-Events im Hamburger Rathaus und der Handelskammer ging es um jene Voraussetzungen, ohne die Fortschritt kaum gelingen kann: starke Partnerschaften, verlässliche politische Leitplanken und Lösungen, die ökologischen Anspruch mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbinden. Eröffnet wurde die Konferenz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – mit einem Appell, der den Ton der folgenden Tage setzte: „Lassen Sie nicht nach in Ihrem Engagement, die Welt zu einem besseren Ort zu machen!“
Auch die Otto Group war erneut aktiv bei der HSC vertreten – als Unternehmen, das verantwortungsvolles Wirtschaften seit Jahrzehnten als Teil seiner Unternehmenskultur versteht und den Austausch über wirksame Lösungen mit Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vorantreibt.
Ins Leben gerufen wurde die HSC 2024 von der Michael Otto Stiftung gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Freien und Hansestadt Hamburg. Für Prof. Dr. Michael Otto stand dahinter von Beginn an die Idee, einen Ort des internationalen Austauschs und der Verständigung zu schaffen. Gerade angesichts der globalen Herausforderungen brauche es mehr Tempo bei der Umsetzung und einen stärkeren Fokus darauf, gute Ideen in skalierbare Lösungen zu überführen.

Wir haben weltweit hervorragende Ideen, technologische Kompetenz und unternehmerische Dynamik. Das zeigt, Fortschritt ist möglich. Die Umsetzung bleibt oft das größte Hindernis: Wir müssen schneller und konsequenter handeln.
Wie dieser Anspruch in der Praxis aussieht, zeigte sich in mehreren Sessions der HSC, die Petra Scharner-Wolff inhaltlich mitprägte. Im Mittelpunkt standen Themen, die für die Zukunft der Wirtschaft entscheidend sind: geopolitische Verschiebungen und ihre Folgen für europäische Unternehmen, Europas Beitrag zu einer globalen Transformation im Textilsektor sowie die Rolle von Frauen bei der Gestaltung der KI-Transformation.
Für die Vorstandsvorsitzende der Otto Group wurde dabei vor allem eines deutlich: Fortschritt entsteht, wenn wir verschiedene Perspektiven zusammenbringen und uns auf konkrete Lösungen konzentrieren.

Kreislaufwirtschaft wird morgen nicht perfekt sein. Aber auf perfekte Lösungen zu warten, ist keine Option. Wir lernen durch Handeln, verbessern uns dabei und skalieren das, was funktioniert.
Wie anspruchsvoll, aber auch wie wichtig die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist, zeigte die von der Otto Group organisierte Session „Circular Textiles“. Sie machte deutlich, dass der Wandel zu einer zirkulären Textilwirtschaft nur dann gelingen kann, wenn unterschiedliche Akteure gemeinsam an praktikablen und skalierbaren Lösungen arbeiten. Für Prof. Dr. Tobias Wollermann, VP Corporate Responsibility der Otto Group, ist genau dieser Austausch die besondere Stärke der Konferenz.

Die HSC adressiert Herausforderungen, die wir nicht allein lösen können – vom Klimaschutz bis zu Menschenrechten. Dafür braucht es starke Partnerschaften mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft, um wirksame Lösungen voranzutreiben.
Die Konferenz bot dafür erneut einen internationalen Rahmen für Austausch und Zusammenarbeit – und zeigte zugleich, wie konkret Zusammenarbeit werden kann: Sie mobilisierte Investitionen, brachte neue Initiativen auf den Weg und entwickelte Aktionspläne zur Bewältigung aktueller Krisen weiter. Damit stärkt die HSC ihre Rolle als globale Plattform für Austausch, Vertrauen und gemeinsame Lösungen. Oder, wie Prof. Dr. Michael Otto es formuliert:
Das Zusammenspiel engagierter Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik weltweit wurde auf der HSC 2026 weiter spürbar gestärkt. Ich bin beeindruckt von der Kompetenz und Zielstrebigkeit, mit der hier an konkreten Fortschritten gearbeitet wird – etwa beim Thema Kreislaufwirtschaft. Hierauf können wir aufbauen. Entscheidend ist jetzt, diesen Moment zu nutzen und zügig in die Umsetzung zu kommen.
© Fotocredit: Hamburg Sustainability Conference