Otto Group und Save the Children unterstützen Kinder von Fabrikarbeiter*innen

18.12.2020 | Hamburg / Berlin

Die Corona-Krise verschärft weltweit die Not ohnehin schon schwacher Bevölkerungsgruppen wie Wanderarbeiter*innen und Kinder. Durch die zeitweise Schließung von Schulen und Kindergärten verschlechtern sich die Zukunftschancen von Kindern aus sozial schwächeren Familien im Vergleich zu denen bessergestellter Gleichaltriger deutlich. Die Otto Group unterstützt deshalb gezielt Arbeiter*innen in Zulieferbetrieben und deren Kinder dabei, diese Notsituationen zu lindern.

Gemeinsam mit Save the Children, der weltweit größten unabhängigen Kinderrechtsorganisation, hat der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern in Fabriken Chinas und der Türkei konkrete Maßnahmen ergriffen, um der wachsenden Bildungsungleichheit und den Belastungen durch die Pandemie entgegenzuwirken.

Fabrikarbeiter*innen und deren Kinder sind von den Auswirkungen der Krise in den vergangenen Monaten besonders hart getroffen. Vielerorts fehlt nicht nur Geld für Lebensmittel und Gesundheitsversorgung. Die durch die Pandemie bedingte Einkommenskrise führt auch zu Betreuungsproblemen der Kinder und erschwertem Zugang zu Bildung. Online-Unterricht oder Home-Schooling ist oftmals nur für bestimmte Bevölkerungsgruppen zugänglich; Kinder von Wanderarbeiter*innen oder aus sozial schwachen Familien sind davon zumeist ausgeschlossen. Genau hier setzt das von der Otto Group unterstützte Programm von Save the Children in zwei Hauptproduktionsländern des Konzerns an: Neben kurzfristigen Hilfsmaßnahmen wie etwa die Übernahme von Kosten für Lernmaterialien geht es insbesondere um langfristige Unterstützung für Eltern und Kinder im Umgang mit den gesundheitlichen, schulischen und psychosozialen Folgen der Pandemie, beispielsweise durch die Einrichtung sicherer und bildungsförderlicher Orte für Kinder.

„Als Otto Group setzen wir uns seit mehr als 25 Jahren für faire und sichere Arbeitsbedingungen ein. In diesen außergewöhnlichen Zeiten leiden viele in den Produktionsländern beschäftigte Arbeiter*innen unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Deshalb ist es uns gerade jetzt wichtig, den Beschäftigten und ihren Kindern eine individuell auf sie zugeschnittene unmittelbare Unterstützung zukommen zu lassen“, sagt Alexander Birken, Vorstandvorsitzender der Otto Group. „Ich freue mich, dass wir zusammen mit Save the Children und CCR CSR so kurzfristig Hilfe anbieten und den Grundstein für ein langfristiges Engagement legen können.“

Das Programm setzt an verschiedenen Stellen an. In der Türkei fehlt es vielen Arbeiter*innen und ihren Familien bereits aufgrund der Pandemie an Grundsätzlichem, das jüngste Erdbeben in der Region Izmir mit einer hohen Konzentration an Textilfabriken hat die Situation noch verschärft. Um die Sorgen der Beschäftigten und damit die negativen Auswirkungen auf ihre Kinder zu mildern, werden Familien mit Betreuungsangeboten im Umfeld der Fabrik und speziellen Eltern-Trainings zum Umgang mit Kindern in Stresssituationen unterstützt. Kindern aus sozial schwachen Familien werden zudem Tablets und Computer zur Verfügung gestellt, damit sie Zugang zu Home-Schooling und Online-Lernangeboten haben. In Einzelfällen kommt auch ein Notfallfonds zum Einsatz, um anstehende Schulgebühren oder Kosten für Lernmaterialien zu decken.

In China profitieren insbesondere Wanderarbeiter*innen, die vor allem in Zeiten der Pandemie unter der Trennung von ihren Kindern leiden, von dem Programm. Neben individuellen Eltern-Trainings wird speziell das Beratungsangebot für eine bessere Kommunikation mit ihren Kindern in Anspruch genommen, um die Bindung der Familienmitglieder auch über die Distanz aufrecht zu erhalten.

„Auch ohne eine Pandemie haben es vor allem Wanderarbeiter*innen oft sehr schwer, die Betreuung ihrer Kinder zu gewährleisten“, erklärt Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „In der jetzigen Situation stehen Eltern und Kinder außerdem noch vor der Herausforderung des Home-Schoolings, für das sie kaum die Mittel besitzen. Dazu kommt der finanzielle Druck, weil während des Lockdowns nicht oder nur zeitweise Geld verdient werden kann.“

Anhand verschiedener Kriterien haben Save the Children und die Otto Group insgesamt zwölf Fabriken in China und der Türkei für konkrete Unterstützungsmaßnahmen ausgewählt. Voraussetzung für die Leistungen ist dabei eine funktionierende Infrastruktur, damit die Fördermaßnahmen dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Zudem kamen nur Fabriken infrage, die ihren Betrieb durch den Lockdown nicht komplett einstellen mussten, so dass ein Zugang zu den Arbeiter*innen möglich ist. Für die Implementierung der Projekte zeichnet das Center for Child Rights and Corporate Social Responsibility (CCR CSR), eine Tochterfirma von Save the Children, verantwortlich.

Über eine Ausweitung zur Zusammenarbeit in weiteren Ländern und auch außerhalb der aktuellen Pandemie befinden sich die Otto Group und Save the Children im Gespräch.

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Save the Children

Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in über 110 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren.

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Otto Group

1949 in Deutschland gegründet, ist die Otto Group heute eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit rund 52.000 Mitarbeitern in 30 wesentlichen Unternehmensgruppen und mehr als 30 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die drei Segmente Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Im Geschäftsjahr 2019/20 (29. Februar) erwirtschaftete die Otto Group einen Umsatz von 14,3 Milliarden Euro. Sie gehört mit einem Onlineumsatz von rund 8,1 Milliarden Euro zu den weltweit größten Onlinehändlern. Die besondere Stärke der Gruppe liegt darin, eine breite Präsenz verschiedener Angebote an diverse Zielgruppen in fast allen relevanten Regionen der Welt zu verwirklichen. Eine Vielzahl von strategischen Partnerschaften und Joint Ventures bieten der Otto Group ausgezeichnete Voraussetzungen für Know-how-Transfer und die Nutzung von Synergiepotenzialen. Ein hohes Maß an unternehmerischer Verantwortung und Kollaborationswillen der Konzernunternehmen garantieren zugleich Flexibilität und Kundennähe sowie eine optimale Zielgruppenansprache in den jeweiligen Ländern.

Weitere Informationen zur Otto Group unter www.ottogroup.com

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