18.06.20265min

Vom Mindset zur Markteinführung: Otto Group zeigt AI-Commerce im Einsatz

Gemeinsam mit dem strategischen Partner Google demonstrieren Crate & Barrel, Bonprix und OTTO, wie KI den Handel neugestaltet

Hamburg / Mountain View, Kalifornien, 18. Juni 2026 – Die Otto Group hat heute, zusammen mit ihrem strategischen KI-Partner Google, ihren umfassenden Ansatz für AI-Commerce vorgestellt. Mit einem „AI-first-Mindset“ strebt das Unternehmen an, das Potenzial der künstlichen Intelligenz (KI) in allen Einzelhandelsbereichen voll auszuschöpfen. Auf einer Pressekonferenz in Googles US-Zentrale präsentierte die Otto Group konkrete KI-Anwendungen von den Konzernunternehmen Crate & Barrel, Bonprix und OTTO. Diese verdeutlichen, wie sie mit ihrer jahrzehntelangen Handelserfahrung die Zukunft des Handels mit KI gestaltet. Als einer ihrer strategischen Partner teilte Google seine Perspektive auf die Ära des Agentic Commerce. In dieser nutzen Unternehmen modernste KI, um über die einfache Suche hinauszugehen und Probleme autonom zu lösen sowie die gesamte Customer Journey – von der Inspiration bis zur Lieferung – zu orchestrieren.

Die Otto Group hat über Jahrzehnte große Transformationen im Handel immer wieder erfolgreich gestaltet – und ist nun auf dem Weg zum AI-Commerce. Das Unternehmen sieht diesen als prägende Veränderung, die ein „AI-first-Mindset“ erfordert. Dabei wird KI zum integralen Bestandteil, wie die Organisation denkt, entscheidet und arbeitet.

„AI-Commerce ist nicht bloß ein weiterer technologischer Zyklus – es ist ein grundlegender Wandel in der Art und Weise, wie wir arbeiten und im Wettbewerb agieren“, so Petra Scharner-Wolff, CEO der Otto Group. „Ein ‚AI-first-Mindset‘ befähigt unsere Mitarbeitenden und Führungskräfte, diesen Wandel mutig und überzeugt anzunehmen. Wir gestalten die Zukunft des Handels aktiv mit, anstatt nur darauf zu reagieren.“

AI-Commerce eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, Kund*innen zu inspirieren und macht die Customer Journey zu einem intuitiveren Erlebnis. Dafür ist jedoch weit mehr als eine bloße Einführung neuer Technologie notwendig: Eine „AI-first-Kultur“ als grundlegender Rahmen für die Zusammenarbeit von Mensch und KI ist entscheidend, um diese Disruption erfolgreich zu meistern. Diese strategische Ausrichtung zeigt sich bereits in allen Geschäftsbereichen der Gruppe – von Digital-first-Modellen bis hin zu Omnichannel-Händlern. KI steigert dabei nicht nur Effizienz und optimiert bestehende Prozesse und Services, sondern schafft ganz neue Einkaufserfahrungen für Kund*innen. Die folgenden Beispiele veranschaulichen diesen Ansatz in der Praxis.

„Bring it Home“ von Crate & Barrel – neue Ära des Agentic Shopping
Als führendes Unternehmen für Interior in Nordamerika investiert Crate & Barrel bewusst in KI, stärkt damit seine Positionierung als inspirierendes und kundenorientiertes Unternehmen und schafft nun mit KI ein neues Einkaufserlebnis: Die Marke führt einen KI-gestützten Shopping Agenten ein, der auf Google Clouds Gemini Enterprise for Customer Experience basiert. Der Agent geht mit natürlichem Dialog und einem multimodalen Ansatz über die klassische Produktsuche hinaus und schließt damit die digitale Lücke zwischen Inspiration und Kauf – so werden die charakteristische persönliche Betreuung und Services der Marke aus dem stationären Handel in das Digitale übertragen, wodurch die Omnichannel-Kompetenz des Unternehmens im Verkauf und Service konsequent ausgebaut wird.

Bonprix: Produktentwicklung mit „AI-first-Ansatz“ neu gedacht
Bonprix gestaltet ihre Produktentwicklung mit „VestiFlow“ neu. Die in der Google Cloud entwickelte Lösung entstand in Zusammenarbeit von Bonprix mit Otto Group One.O, dem Konzernunternehmen für Strategieberatung und Technologie. Die Vision von VestiFlow ist eine vollständige, KI-basierte Neugestaltung des gesamten Produktentwicklungszyklus – von der ersten Trendanalyse bis zur finalen Content-Produktion.

Das derzeitige Pilotprojekt umfasst bereits Trendentdeckung, Sortimentspassung und Produktdesign. Innerhalb dieses Piloten nutzt VestiFlow KI, um automatisierte Marktanalysen bereitzustellen, strategische Sortimentsvorschläge zu generieren und detailliertes Produktdesign sowie Spezifikationen zu unterstützen. So werden datengetriebene Produktentscheidungen ermöglicht und eine stärkere Abstimmung zwischen Trends, Kundenbedürfnissen und Markenidentität erreicht.

„Ein einzelnes KI-Tool in bestehende Prozesse zu integrieren, ändert wenig. Bei Bonprix und One.O vereinen wir drei entscheidende Elemente in einem crossfunktionalen Team: Prozessgestaltung, KI-Entwicklung und agile Integration. Mit Bonprix bauen wir die Produktentwicklung End-to-End neu auf, sodass die Modetrenderkennung nahtlos in Sortiment, Design und Content einfließt“, sagt Katrin Behrens, CEO von Otto Group One.O.

OTTO: KI-Assistent mit Google Gemini steigert Engagement und Bestellwerte
OTTOs neuer KI-Assistent nutzt Google Gemini, um ein wirklich dialogorientiertes Online-Einkaufserlebnis zu schaffen. Innerhalb der OTTO-App kombiniert er Text- und Sprachinteraktion mit umfassendem Produktkatalogwissen, um hochgradig personalisierte Beratung zu bieten. Erste Ergebnisse zeigen die Effektivität dieses Ansatzes: Nutzer*innen, die über den Sprachmodus interagieren, zeigen ein deutlich stärkeres Engagement mit durchschnittlich elf Interaktionen pro Sitzung – dies übertrifft den Textmodus mit durchschnittlich zwei Nutzerinteraktionen deutlich. Das führt zu einer durchschnittlichen Steigerung des Bestellwerts um 37 Prozent im Vergleich zur klassischen Suche und zu messbar höheren Konversionsraten.

Darüber hinaus optimiert ein intern entwickelter KI-Agent den Kundenservice, indem er Standardanfragen sofort bearbeitet und komplexe Fälle nahtlos an menschliche Mitarbeitende weiterleitet. Das langfristige Ziel von OTTO ist eine zentrale, multimodale KI-Umgebung, die Kund*innen von der Inspiration über die Produktauswahl bis hin zum umfassenden Service durchgängig begleitet und berät.

Googles Perspektive auf die Zukunft von KI im Einzelhandel
„Wir lassen die Zeit hinter uns, in der KI lediglich als passives Suchwerkzeug diente und bewegen uns stattdessen hin zu Systemen, die komplexe Probleme eigenständig lösen können“, sagt Carrie Tharp, GTM COO und VP of Customer Experience bei Google Cloud. „Der wahre Mehrwert entsteht, wenn Händler intelligente Agenten über das gesamte Geschäft hinweg miteinander vernetzen. Durch die Einbindung der KI-Infrastruktur von Google in die Abläufe der Otto Group erleben wir, wie dieser Wandel alles verändert – von der ersten Trendentdeckung und dem Produktdesign bei Bonprix bis hin zu hochgradig interaktiven, wertschöpfenden Kundendialogen bei OTTO und Crate & Barrel. Das zeigt, dass Agentic Commerce sowohl das Frontend-Kundenerlebnis als auch die dahinterstehenden Backend-Prozesse grundlegend umgestaltet.“

Laut Google vollziehen Einzelhändler durch den Übergang vom passiven Stöbern zur proaktiven Problemlösung einen Wandel von der reaktiven Datenanalyse hin zu einer koordinierten Ausführung in Echtzeit – wobei alles von der Lieferkettenlogistik über die kreative Produktion bis hin zum hyperpersonalisierten Kundenservice integriert wird. Diese Neugestaltung des Handelsökosystems schafft ein kontinuierlich arbeitendes Betriebssystem für den Einzelhandel, in dem Technologie nicht als eigenständiges Werkzeug fungiert, sondern als Bindeglied, das die Effizienz im Backend mit den Kundenbedürfnissen im Frontend in Einklang bringt.

Mit einer „AI-first-Vision“ wird die Zukunft des Einzelhandels gestaltet
Die Otto Group bekräftigt ihr Engagement, die Zukunft des AI-Commerce aktiv mitzugestalten. Dieses Vorhaben entspringt dem klaren Selbstverständnis der Otto Group als Unternehmen „Powered by people and tech“ und geformt durch Jahrzehnte kontinuierlicher Transformation und Marktführerschaft. Der AI-first-Ansatz ist kein bloßer technologischer Wandel, sondern ein Weg, langfristig Zukunft zu gestalten, indem die sich verändernden Wünsche der mehr als 42 Millionen Kund*innen weltweit stets neu erfüllt werden. Mit einer strategischen mittelfristigen Investition von 350 Millionen Euro in Technologie und KI sichert die Otto Group aktiv eine verantwortungsbewusste, menschenzentrierte Entwicklung der KI im Handel.

Alle Informationen sowie Bildmaterial finden Sie in unserem Electronic Press Kit https://www.ottogroup.com/innovationinsights2026-withGoogle


Weitere Informationen

Medienkontakt

Annette Siragusano
+49 40 6461 3982
annette.siragusano@ottogroup.com

Marina Lenz
+49 40 6461 6389
marina.lenz@ottogroup.com

Über die Otto Group

Mit einem starken Erbe als Familienunternehmen und fest verwurzelten Werten blickt die Otto Group zuversichtlich in die Zukunft. Das Unternehmen hat sich in mehr als 75 Jahren von einem Katalogversender zu einer international agierenden, digitalen Handels- und Dienstleistungsgruppe mit weit über 30.000 Mitarbeitenden und einer Vielzahl von Unternehmen, Marken und Beteiligungen in über dreißig Ländern, vornehmlich in den Wirtschaftsräumen Deutschland, übriges Europa und Nordamerika, entwickelt. Im Geschäftsjahr 2025/26 (28. Februar) erwirtschaftete die Otto Group einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro. Als größter Onlinehändler europäischen Ursprungs prägt sie mit ihrer Kraft, ihrer Marktbedeutung und ihren Werten den digitalen Handel und digitale Services der Zukunft. Angetrieben von einer leidenschaftlichen und unternehmerischen Performancekultur nutzt die Gruppe ihre langjährige Marktexpertise und Technologiekompetenz, um ihre vielen Millionen von Kund*innen mit starken Qualitätsprodukten, einzigartigen Warensortimenten und differenzierenden Services zu begeistern. Dabei tritt die Otto Group den Beweis an, dass werteorientiertes Handeln und wirtschaftlicher Erfolg miteinander in Einklang stehen. Umweltschutz ist seit 1986 weiteres unternehmensziel. Wir übernehmen ökologische, soziale und digitale Verantwortung – und das soll so bleiben.


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