Hamburg, 28. Mai 2026. Die Otto Group hat das Geschäftsjahr 2025/26 in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich abgeschlossen. Der Konzern konnte die Umsätze auf vergleichbarer Basis* stabil halten und einen deutlichen Ergebnisfortschritt, insbesondere beim EBIT, erzielen. Mit operativen Verbesserungen und der gezielten Steuerung auf Profitabilität und Liquidität hat der Konzern damit im ersten Jahr unter der Führung von Petra Scharner-Wolff als CEO entscheidende Schritte auf dem Weg zu noch stärkerer Robustheit und Zukunftsfähigkeit in volatilen und herausfordernden Zeiten gemacht.
Prognosen auf Konzernebene erreicht
Die Otto Group konnte ihr Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 641 Mio. Euro steigern und liegt damit, wie prognostiziert, deutlich über dem Wert des Vorjahreszeitraums (276 Mio. Euro). Damit erzielt die Otto Group ergebnisseitig das mit weitem Abstand beste Ergebnis der Nach-Corona-Zeit. Petra Scharner-Wolff, Vorstandsvorsitzende der Otto Group, betont: „Wir haben unsere Ziele souverän erreicht und die wirtschaftliche Basis der Gruppe weiter gestärkt. Unser klarer Fokus liegt auch weiterhin auf der Steuerung auf Profitabilität. Gleichzeitig investieren wir sehr zielgerichtet in Wachstum und Innovation.“
In einem anspruchsvollen Marktumfeld behauptete sich die Otto Group auch weiterhin und lieferte einen Umsatz von 13,8 Mrd. Euro. Die ausgewiesenen Umsatzerlöse der Otto Group betrugen im Vorjahr 15 Mrd. Euro und inkludierten die Umsatzerlöse der About You Gruppe, die im Geschäftsjahr 2025/26 unterjährig verkauft wurde. Wenngleich die ausgewiesenen Umsatzerlöse also absolut gesunken sind, konnte die Otto Group ihre Gesamtumsätze unter Berücksichtigung dieser wesentlichen Veränderung im Konsolidierungskreis stabil halten.
Petra Scharner-Wolff weiter: „Die Otto Group blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Wir haben unseren Worten Taten folgen lassen. Vor dem Hintergrund von Zollkonflikten, alten und leider auch neuen Kriegen sowie einem nach wie vor gedämpften Konsumklima ist dies eine bemerkenswerte Leistung, die uns sehr zufrieden auf das zurückliegende Geschäftsjahr blicken lässt.“
In der Gesamtbetrachtung zeigt sich auf allen Ergebnisebenen ein spürbarer operativer Fortschritt. So stieg auch das EBITDA von 916 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.132 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2025/26. Der Jahresüberschuss stieg von 165 Mio. EUR auf 312 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote liegt mit 34,3 Prozent weiterhin auf einem sehr komfortablen Niveau. Der dynamische Verschuldungsgrad bleibt stabil auf Vorjahresniveau.
Die Zahl der Mitarbeitenden der Otto Group lag im Geschäftsjahr 2025/26 bei durchschnittlich rund 34.800 Vollzeitstellen.
Erfolgreiche Skalierung entlang der Strategie 2030
Mit weltweit über 42 Millionen Kunden im Geschäftsjahr 2025/26 unterstreicht die Otto Group ihre Marktposition. Die Otto Group stärkt weiterhin gezielt erfolgreiche Geschäftsmodelle mit großem Wachstumspotenzial, die den Kern ihres Portfolios bilden und Herzstück der Konzernstrategie 2030 sind.
Petra Scharner-Wolff dazu: „Wir werden unsere erfolgreichen Geschäftsmodelle wie OTTO, Crate and Barrel und Eos künftig weiter zielgerichtet skalieren, um Marktanteile und Relevanz fortlaufend zu steigern. Bis 2030 wollen wir unsere finanzielle Freiheit nochmals deutlich ausbauen, bewusst in Wachstum und Technologie investieren und Umsatz sowie Gewinn unseres Kernportfolios auf ein neues Niveau heben.“
Ein Blick in das Portfolio belegt die Entwicklung:
Technologische Wettbewerbsfähigkeit als entscheidender Zukunftsfaktor
Die Otto Group hat im Geschäftsjahr 2025/26 ihre technologische Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft gestärkt, ein Kernziel der neuen Konzernstrategie. Dabei werden vor allem Technologie und KI genutzt, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens weiter zu stärken.
Mit Nvidia, dem weltweit führenden Unternehmen für beschleunigtes Computing, und dem IT-Spezialisten Reply arbeitet die Otto Group beispielsweise an der Vision des selbstdenkenden Lagers mit Hilfe von Physical AI und dem „Robotic Coordination Layer“ – einer Eigenentwicklung, die alle Roboterflotten des Konzerns erstmals intelligent vernetzt und in Echtzeit steuert.
OTTO wiederum hat basierend auf der Google-Technologie Gemini einen neuen KI-Assistenten entwickelt, der Kund*innen in der App bei der Produktsuche unterstützt. Er verarbeitet Eingaben in natürlicher Sprache per Text oder Stimme (Voice Chat), interpretiert Kundenbedürfnisse kontextuell und gibt passende Artikelvorschläge aus. Zusätzlich stellt OTTO seinen Kund*innen einen eigenentwickelten KI-Assistenten für Serviceanliegen bereit.
In den kommenden Geschäftsjahren plant die Otto Group mit Investitionen in Höhe von rund 350 Mio. Euro in Technologie und KI.
In dritter Generation in eine ambitionierte Zukunft
Im März 2026 übernahm Benjamin Otto den Vorsitz des Stiftungs- und Gesellschafterrats von seinem Vater, Prof. Dr. Michael Otto, und damit die strategische Führung der Otto Group. Dieser Generationswechsel stellte die Weichen, die internationale Otto Group in dritter Generation wirtschaftlich, werteorientiert und gestärkt in eine gute Zukunft zu führen. Dabei bleibt die Relevanz von nachhaltigem Handel und Handeln bestehen. Die Otto Group betont ihren klaren Anspruch, wirtschaftlichen Erfolg auch in Zukunft mit sozialer und ökonomischer Verantwortung zu vereinen.
Auch das Prognosejahr 2026/27 wird von herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt sein. Angesichts der handels- und geopolitischen Risiken sowie des nach wie vor anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbsmilieus möchte die Otto Group bei den bedeutsamsten finanziellen Kennzahlen zur Umsatz-, Profitabilitäts- und Verschuldungsentwicklung an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2025/26 anknüpfen. So soll bei Umsatz und Profitabilität (EBIT) das Niveau des Geschäftsjahres 2025/26 gehalten werden.
„Mittelfristig bleibt es unser Ziel, im Umsatz wieder relevant zu wachsen und unser operatives Ergebnis noch weiter zu verbessern. Im aktuellen, anhaltend herausfordernden Umfeld wollen wir die Performance noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Wir gestalten aktiv die Zukunft, indem wir unseren Weg ambitioniert weitergehen, um mit einer robusten Bilanz gezielt und chancenorientiert in Tech und KI zu investieren“, sagt Petra Scharner-Wolff und betont weiter: „Unser Ziel für 2030 ist ein skalierbares, leistungsstarkes Portfolio aus starken, wettbewerbsfähigen und technologiegetriebenen Unternehmen, die unsere Kundinnen und Kunden begeistern und verantwortungsvoll handeln.“
Annette Siragusano
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Mit einem starken Erbe als Familienunternehmen und fest verwurzelten Werten blickt die Otto Group zuversichtlich in die Zukunft. Das Unternehmen hat sich in mehr als 75 Jahren von einem Katalogversender zu einer international agierenden, digitalen Handels- und Dienstleistungsgruppe mit weit über 30.000 Mitarbeitenden und einer Vielzahl von Unternehmen, Marken und Beteiligungen in über dreißig Ländern, vornehmlich in den Wirtschaftsräumen Deutschland, übriges Europa und Nordamerika, entwickelt. Im Geschäftsjahr 2025/26 (28. Februar) erwirtschaftete die Otto Group einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro. Als größter Onlinehändler europäischen Ursprungs prägt sie mit ihrer Kraft, ihrer Marktbedeutung und ihren Werten den digitalen Handel und digitale Services der Zukunft. Angetrieben von einer leidenschaftlichen und unternehmerischen Performancekultur nutzt die Gruppe ihre langjährige Marktexpertise und Technologiekompetenz, um ihre vielen Millionen von Kund*innen mit starken Qualitätsprodukten, einzigartigen Warensortimenten und differenzierenden Services zu begeistern. Dabei tritt die Otto Group den Beweis an, dass werteorientiertes Handeln und wirtschaftlicher Erfolg miteinander in Einklang stehen. Umweltschutz ist seit 1986 weiteres unternehmensziel. Wir übernehmen ökologische, soziale und digitale Verantwortung – und das soll so bleiben.
* Die Veränderung auf vergleichbarer Basis stellt die Umsatzentwicklung bereinigt um Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie um Währungskurseffekte dar. Im Geschäftsjahr 2025/26 haben sich der Verkauf von About You sowie die Währungskursentwicklung des US-Dollar zum Euro wesentlich auf die ausgewiesene Umsatzentwicklung ausgewirkt und wurden entsprechend bereinigt.