Die digitale Zukunft ist weiblich

Ob mit einem interaktiven Stand, spannenden Talks oder einer eigenen Konferenz zum Thema „Diversity“. Ganze drei Mal ist die Otto Group vom 2. bis 4. Mai auf der diesjährigen re:publica in Berlin vertreten. Drei Tage lang werden Experten, Mitarbeiter und Entscheider aus der Tech- und Digital-Branche über den „Fe:male Digital Footprint“, über Vielfalt und mehr Chancengleichheit diskutieren und – unterstützt von der Otto Group – mutige Ideen für die Arbeitswelt der Zukunft entwickeln. Als Vorbereitung auf Europas größte Konferenz über Digitalisierung und Gesellschaft, sprachen wir mit Sandra Widmaier -- Direktorin Konzern Personal bei der Otto Group und verantwortlich für die Repräsentation der Otto Group auf der re:publica. 

 

Sandra, Diversität umfasst ja viele Aspekte. Was versteht die Otto Group unter diesem nicht gerade einfach zu fassenden Begriff und warum ist Vielfalt so wichtig für einen großen Konzern?

Sandra Widmaier: Diversität kann tatsächlich viel bedeuten. Es geht beispielsweise darum, verschiedene Perspektiven im Unternehmen zuzulassen und verborgene Potentiale sichtbarer zu machen. Denn gerade die brauchen wir, um der immer komplexer werdenden Realität der Digitalisierung erfolgreich zu begegnen. Wir wollen in der Otto Group jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Einschränkung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität – die gleichen Chancen bieten. 


Wie fördert die Otto Group weibliche Talente?

SW: Mit „Boost Your Career“ gibt es beispielsweise ein Programm zur Förderung des weiblichen Führungsnachwuchses. Doch es fängt schon davor an: Noch immer arbeiten zu wenige Frauen in Bereichen wie etwa Naturwissenschaft oder Informatik; kurz: den MINT-Berufen. Unternehmen, Eltern und Schulen müssen gemeinsam daran arbeiten, diese Berufe auch jungen Frauen nahe zu legen. Dabei helfen aktuelle Entwicklungen wie etwa die Digitalisierung oder die aufbrechenden Hierarchien in zahlreichen etablierten Unternehmen. Gerade für Frauen ist der Wandel der Arbeitswelt eine Chance, weil neue Fähigkeiten wie emotionale Intelligenz und Teamfähigkeit gebraucht werden. Außerdem wird die Arbeitswelt flexibler, was vielen Frauen hilft, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.


Dieser Aspekt wird auch auf der diesjährigen re:publica im Rahmen des von der Otto Group unterstützten Topics „Fe:male Digital Footprint“ behandelt. Wie können Unternehmen diesen weiblichen Fußabdruck in der digitalen Welt mitgestalten? 

SW: Nehmen wir das Beispiel „Gender and Coding“. Die Digitalwirtschaft ist oft männerdominiert und birgt so die Gefahr, dass neue Entwicklungen einseitig geprägt sind. Als Unternehmen müssen wir Frauen stärker in Positionen entwickeln, in denen sie Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen können. Dazu gehören zum Beispiel gute Netzwerke und die Chancen, individuelle Karrierewege zu beschreiten und spannende Themen zu treiben.


Und worum wird es bei der diesjährigen Diversity Conference der Otto Group gehen?

SW: Unsere regelmäßig stattfindende Diversity Conference verdeutlicht die große Bedeutung des Themas im Konzern. So verschieden wie die Unternehmen in der Otto Group, so unterschiedlich sind auch die Menschen, die bei uns arbeiten. Im inspirierenden Setting der re:publica begrüßen wir dieses Jahr rund 130 Teilnehmerinnen aus dem Top Management, dem weiblichen Nachwuchs sowie zahlreiche Diversity-Engagierte der Otto Group. Denn um der Komplexität des digitalen Wandels erfolgreich zu begegnen, braucht es Perspektivenvielfalt und Vernetzung – auch über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinweg. Daher sprechen zahlreiche weibliche Role Models – unter anderem über Empowerment oder die aktuellen Digital-Trends. Zudem wird es auch eine Mischung aus internen und öffentlichen Sessions geben.Die re:publica ist genau der richtige Ort, um gemeinsam über den Tellerrand zu schauen und unser Netzwerk im Dialog mit der digitalen Community zu erweitern.

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