Produktion in
Beschaffungsmärkten
läuft - Situation aber
weiter angespannt

 

Während wir uns langsam und vorsichtig auf dem Weg in eine neue Normalität befinden, kämpfen viele Länder weltweit weiterhin mit den unmittelbaren Folgen des Corona-Lockdowns. Betroffen sind insbesondere Lieferanten und ihre Beschäftigten in den Beschaffungsmärkten. Ein Lichtblick: In allen für die Otto Group produzierenden Fabriken läuft die Produktion nach vereinzelten Schließungen wieder, allerdings mit unterschiedlichen Auslastungen und Kapazitäten. Auch die Transportwege funktionieren problemlos. 

Für Otto International, eine Konzerngesellschaft der Otto Group, die auf den Märkten der Welt Produkte für Unternehmen innerhalb und außerhalb der Otto Group beschafft, sind dies besonders herausfordernde Zeiten. Selbst von Einschränkungen durch das Corona-Virus betroffen, müssen die Mitarbeiter*innen sicherstellen, dass die komplexen Lieferketten weiterhin funktionieren und die Produkte bei den Kund*innen ankommen. 

Entgegen mehrerer Medienberichte über geschlossene Fabriken in der Branche, sind 100 Prozent der für die Otto Group produzierenden Betriebe derzeit aktiv, jedoch mit unterschiedlichen Auslastungen und Kapazitäten. Aufgrund des bis vor kurzem vollständigen Lockdowns speziell in Indien und Bangladesch kommt es vereinzelt zu Verzögerungen in der Lieferung, so dass Order nicht immer termingerecht „bedient“ werden können. Die Transportwege von der Fabrik bis hin zu den Kund*innen funktionieren allerdings ohne Probleme. 

In den vergangenen Monaten hat die veränderte Nachfrage der Kund*innen zu einem veränderten Orderverhalten in den Lieferländern geführt, und auch die Lockdowns in den Ländern selbst haben dazu beigetragen, dass die Lieferanten ganz grundsätzlich unter den Auswirkungen der Corona-Krise leiden. Bisher sind jedoch keine Fälle bekannt, in denen Fabriken, die für die Otto Group produzieren, aufgrund der Krise Insolvenz anmelden mussten. „Die Otto Group hat sich bis jetzt in der Krise fair verhalten. Aufträge wurden, falls notwendig, immer in Rücksprache mit den Lieferanten verschoben, und selbst in der Phase des Lockdowns in den Märkten wurden Aufträge nur in Ausnahmefällen storniert. Damit haben wir den Lieferanten sehr geholfen in einer Phase, in der sie von verschiedenen Seiten mit der Stornierung großer Auftragsmengen konfrontiert waren“, erläutert Michael Dumke, CEO von Otto International. Und er bekräftigt: „Sämtliche produzierte Ware wird von uns bezahlt, und wir planen auch für die kommende Saison ähnliche Mengen mit unseren Hauptlieferanten.“

Ein faires Geschäftsgebaren wirkt sich auch auf die Lage der Beschäftigten in den Fabriken aus. Durch ein partnerschaftliches Verhalten den Lieferanten gegenüber wird automatisch auch den Arbeiter*innen in den Betrieben geholfen. Um einen Überblick über die Situation bei den Hauptlieferanten zu bekommen, sprechen Kolleg*innen aus dem Bereich Auditierung und Qualitätskontrolle regelmäßig sowohl mit den Inhabern als auch direkt mit den Beschäftigten in den Fabriken. So können sie beispielsweise verifizieren, dass Löhne auch in diesen fordernden Zeiten weiter gezahlt werden. 

Als die größte Herausforderung vor Ort sieht Michael Dumke momentan die Ungewissheit, ob und in welchem Umfang sich das Virus weiter ausbreitet, insbesondere in Ländern wie Bangladesch und Indien. „Die Situation ist bedrückend und erschwert zudem die Planung.“ Eine zweite große Herausforderung sieht er in dem Backlog an Aufträgen in den Märkten mit vorherigen Lockdowns, jetzt da Kund*innen in anderen Teilen der Erde auf die Ware warten. „Und letztlich müssen wir weiterhin die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen sicherstellen, insbesondere jener Kolleg*innen, die vor Ort in den Fabriken die Qualitätskontrollen durchführen.“ 

Positiv stimmt das Feedback der Lieferanten, die über den fairen und dialogischen Umgang der Otto Group sehr dankbar sind - insbesondere in einer Zeit, die von Unwägbarkeiten und Ängsten geprägt ist.

 

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