Der „Dürre-Sommer“
des Jahrhunderts

Angesichts der Hitzewelle der vergangenen Monate mit teils katastrophalen Folgen für Mensch und Natur steht der Klimaschutz aktuell wieder ganz besonders im Fokus des öffentlichen Interesses. Schon lange beschäftigt sich die Otto Group mit dem Thema, das Ende September auch die Hamburger Klimawoche bestimmt hat.

 
 

Er gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit, verursacht durch wachsende Industrie, zunehmenden Verkehr und den Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen - der Klimawandel.

Neben den weitgehend unbestrittenen und für viele Menschen angenehmen sommerlichen Begleiterscheinungen, die uns auf der gesamten Nordhalbkugel ein zum Teil wunderbares, mediterranes Lebensgefühl bescheren, gibt es auch die andere, sehr bedenkliche Seite der Medaille: Extreme Hitze mit gesundheitsgefährdenden Temperaturexzessen, massive und lang anhaltende Trockenheitsphasen und Dürren mit fatalen Folgen für Biodiversität und Landwirtschaft sowie starke Unwetter mit sintflutartigen Extremniederschlägen – um nur ein paar prägnante Beispiele zu nennen. Der „Dürre-Sommer 2018“ weckt also durchaus einen inneren Zwiespalt.

Dennoch: Nicht alle Wetterphänomene, die in den vergangenen Monaten zu beobachten waren, lassen sich direkt mit dem vom Menschen angeheizten Klimawandel in Verbindung bringen, wie wissenschaftliche Quellen belegen. Unmissverständliche und wissenschaftlich belegbare Einigkeit besteht jedoch darüber, dass es den Klimawandel gibt, wir Menschen einen sehr entscheidenden Einfluss auf die damit zusammenhängende, gefährliche globale Erwärmung haben und die Konsequenzen daraus schon heute auf der ganzen Welt spürbar sind. Schaffen wir es nicht, den Klimawandel innerhalb der nächsten Jahrzehnte deutlich abzuschwächen, wie es auch die EU-Kommission fordert, werden wir weltweit mit extremen Episoden, wie wir sie jüngst erlebt haben, aller Wahrscheinlichkeit nach immer häufiger konfrontiert sein.

Was heißt das für die Otto Group? Wo und wie sind wir aktiv, um einen glaubwürdigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten? 

Die Otto Group beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Klimaschutz. Schon im Jahr 2006 wurde die Klimastrategie mit dem Ziel aufgesetzt, die CO₂-Emissionen an den eigenen Standorten, bei Beschaffungs- und Distributionstransporten sowie im Bereich der Mitarbeitermobilität (Dienstreisen, Dienst- und Fuhrparkfahrzeuge) bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2006 zu halbieren ­– stets unter der übergeordneten Prämisse, dieses Ziel auf einem betriebswirtschaftlich sinnvollen Weg zu erreichen. 

Was wurde bisher erreicht?

KlimastrategieBis Ende 2017 konnten diese CO₂-Emissionen gegenüber 2006 um 42 Prozent reduziert werden. Diese positive Entwicklung ist auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen: 

Da wäre zum einen die konsequente Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau eigener erneuerbarer Energien an den Standorten der beteiligten Konzerngesellschaften. Zum anderen hat die systematische Verlagerung von Luftfracht auf CO₂-ärmere See-, Straßen- und Schienentransporte bei der Warenbeschaffung aus den Produktionsländern große Effekte. Auch bei den Distributionsverkehren, also auf der „Langen Strecke“ und der „Letzten Meile“, wurden die CO₂-Emissionen mithilfe unterschiedlicher Maßnahmen kontinuierlich verringert. Dazu zählen sowohl die Reduzierung der Transportkilometer durch neue Standortkonzepte und effizientere Tourenplanungen als auch die Modernisierungen im Fuhrpark und der Einsatz alternativer Antriebe. 

Seit Anfang 2017 bezieht die Otto Group außerdem hochwertig zertifizierten Ökostrom, der rund 25 Prozent der Gesamtstrommenge an den beteiligten Standorten ausmacht und ebenfalls spürbar zur Verringerung der CO₂-Emissionen beiträgt. Ohne das über die Jahre hinweg großartige Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen in der Otto Group sowie in den Konzerngesellschaften wären wir heute nicht an einem Punkt angelangt, an dem wir sagen können: Es spricht sehr viel dafür, dass wir den CO₂-Ausstoß bis 2020 um 50 Prozent reduzieren werden. 

Die Handlungsfelder unserer Klimaschutzaktivitäten gestalten sich somit ausgesprochen vielfältig. Als Unternehmensgruppe müssen wir auf verschiedenen Ebenen ansetzen, wenn wir langfristig zu einem effektiven Klimaschutz beitragen wollen. Wir stellen heute mit Fug und Recht fest, dass uns dieses ehrgeizige Vorhaben in der Otto Group bislang sehr gut gelungen ist. Zeit zum Verschnaufen bleibt uns allerdings nicht. Denn die Dringlichkeit für einen auch künftig starken Klimaschutz liegt auf der Hand – der Sommer 2018 sollte hier ein mahnendes Beispiel unter vielen sein.

„Stiftung 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“

Über unsere eigenen Klimaschutzaktivitäten hinaus, braucht es national wie international viele weitere ambitionierte Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um dem Klimawandel entschlossen entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund hat Prof. Dr. Michael Otto mit anderen namhaften Unternehmern vor mehr als 10 Jahren die „Stiftung 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“ ins Leben gerufen – eine branchenübergreifende und seither stetig gewachsene Wirtschaftsinitiative, die sich als „progressive Stimme der Wirtschaft“ versteht. Die Stiftung 2° unterstützt klimapolitische Vorhaben in Politik und Verwaltung, fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Unternehmen, die eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einnehmen wollen, und dient diesen wiederum als schlagkräftige Dialogplattform. 2016 lancierte sie zum Beispiel Erklärungen zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung sowie zum Thema Kohlekonsens

 

 

Dr. Michael Otto

Klimakonferenz in Paris - Schlüsselmoment in der Geschichte des globalen Klimaschutzes

Prof. Dr. Michael Otto blickt resümierend auf den Ausgang der Klimakonferenz in Paris und appelliert an die Politik. Mehr dazu auf unserem Unternehmensblog.



 

CPI2-Initiative

Klimaschutz durch Energieeinsparung in der weltweiten Lieferkette

 

Hermes We Do!

Das branchenweit einzigartige Umweltschutz-programm von Hermes bündelt ganzheitlich den effizienten Einsatz von Ressourcen - zum Schutz unseres Klimas. Mehr dazu >

BonprixBei Bonprix sind unternehmerisches und verantwortungsvolles Handeln ganz eng miteinander verknüpft. Mit konkreten Maßnahmen trägt Bonprix dazu bei, die Auswirkungen des Klimawandels in Grenzen zu halten. Mehr dazu >

 

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E-Mobilität in Hamburg

Hermes hat bereits im Jahr 2017 im Hamburger Innenstadtbereich mit der Zustellung von Paketen per batterieelektrischen Transportern begonnen. Bundesweit sollen bis Ende 2020 insgesamt 1.500 E-Fahrzeuge für Hermes im Einsatz sein. 

Mehr dazu hier >>

Hermes E-Mobilität

 

 

Hamburg ist „First Mover“

Hamburg wird zunehmend zur bundesweiten Modellregion für moderne Mobilitätskonzepte. Dabei geht es nicht mehr nur um Carsharing und Elektromobilität: Auch autonomes Fahren soll an der Elbe getestet werden - in großem Umfang.

Mehr dazu im Hermes Newsroom >>

 

 

Stiftung 2°

Stiftung 2° übergibt im Vorfeld der Weltklima-konferenz 2015 in Paris ein Positionspapier zum Klimawandel an Bundeskanzlerin Merkel
Mehr auf unserem Blog >

 

 

DCTI-Studie

Klimafreundlich einkaufen! Eine Studie beweist: Online-Handel belastet das Klima nicht mehr als der stationäre Handel.
Die DCTI-Studie im Detail >

 

 

Kurzvideo zur Studie des Deutschen CleanTech Instituts (DCTI) über klimafreundliches Einkaufen.

 

 

CO2-Reduktion

Mit einem ambitionierten Plan zur Senkung des CO2-Ausstoßes wollen wir Klima und Umwelt schützen.

 

 

re:BLOG

Klimaschutz ist in allen Lebensbereichen möglich, sowohl Privat als auch am Arbeitsplatz. 

Kreative Ideen und Anregungen bietet der Nachhaltigkeitsblog von OTTO.


 

 

Crate&BarrelDer Schutz des Klimas und der Erhalt natürlicher Ressourcen spielt beim US-amerikanischen Multichannel-Einrichtungshaus Crate and Barrel eine besondere Rolle. Mehr dazu hier >

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