Keine Ausreden -
Klimaschutz auch
in Corona-Zeiten

 
 

Die Corona-Krise droht die wichtige Diskussion um den Klimaschutz zu verdrängen. Die Otto Group sieht diese Entwicklung kritisch und bekräftigt ein Festhalten an ihren ambitionierten Umwelt- und Klimaschutzzielen. Zusammen mit ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Michael Otto setzt sich der Konzern dafür ein, dass das Thema auf der eigenen und auf der politischen Agenda bleibt.

Wie dringend nötig der Klimaschutz gerade jetzt ist, sehen wir, wenn wir dieser Tage aus dem Fenster schauen. Da scheint die Sonne, kaum ein Tropfen Regen fällt seit Wochen vom Himmel und Deutschland steuert einem weiteren Dürresommer entgegen. An der Klimabilanz wird auch der vorübergehende Shutdown in vielen Ländern nichts ändern. Denn bessere Luftqualität in Quarantäne-Regionen, endlos blauer Himmel ohne Kondensstreifen und klares Wasser in Venedigs Kanälen sind zwar vermeintlich positive Effekte der Corona-Krise auf unsere Umwelt. Sie sollten uns aber nicht beruhigen, denn sobald sich unsere Welt wieder in Bewegung setzt, kommt das Klimaproblem wieder mit Macht auf uns zu. 

“Durch die Corona-Krise gerät die Umwelt derzeit völlig aus dem Blickwinkel. Die erste Reaktion dazu mag die Frage sein, ob wir uns Klimaschutz im Moment überhaupt noch leisten können. Das ist aber keine Frage des Könnens, sondern des Müssens“, erklärt Alexander Birken, CEO der Otto Group. „Wir werden trotz aktuell kaum bemerkbarer Diskussionen um den Schutz von Fauna und Flora keine Zeit auf dem Weg zur CO2-Neutralität 2030 verlieren oder gar Zugeständnisse auf Kosten von Umwelt oder auch Menschenrechten machen“, so Alexander weiter.

Auch die von Prof. Dr. Michael Otto initiierte Stiftung 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz setzt mit einem Unternehmensappell von 68 Unternehmen an die Bundesregierung ein deutliches Signal zum Klimaschutz. In dem am 27. April zum Start des Petersberger Klimadialogs veröffentlichten Appell an die Bundesregierung betont Prof. Dr. Michael Otto als Sprecher der Initiative am 27. April:

“Wir bitten Sie, die Konjunkturprogramme klimafreundlich zu gestalten. Jetzt ist nicht die Zeit für einen Rückschritt im Klimaschutz. Es ist die Zeit, konsequent auf dem bisher Erreichten in der Klimapolitik aufzubauen.” Und Prof. Dr. Otto weiter: “Wir als Unternehmen werden unseren Teil dazu beitragen, dass wir uns von den Auswirkungen der Corona-Krise erholen und die Klimakrise angehen. Aber wir brauchen von Ihnen verlässliche Rahmenbedingungen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, unsere zukünftige Wirtschaft risikotragfähig und klimaneutral zu machen.”

Im Kern mahnt der Unternehmensappell die Politik, dass mittel- und längerfristige Maßnahmen zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht den Bemühungen des unternehmerischen Klimaschutzes entgegenlaufen dürfen. Er fordert von der Politik, Krisenbewältigung und ambitionierte Klimapolitik zu vereinen und den Unternehmen durch langfristig gedachte Konjunkturprogramme und verlässlich angelegte Rahmenbedingungen dabei zu unterstützen, weiter auf das Erreichen Paris-konformer Klimaschutzziele hinarbeiten zu können. So kann eine ambitionierte und kluge Klimapolitik zu einem nachhaltigen Modernisierungsprojekt für die Wirtschaft werden.

 

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Appell von Prof. Dr. Michael Otto an die Bundesregierung zum Start des Petersberger Klimadialogs 2020 (in Englisch)

 

 

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