Die Otto Group und
die Auswirkungen
von Covid 19:
So meistern wir
die Krise

 

Gerne wird die Otto Group von der veröffentlichten Meinung als einer der Gewinner der Krise betitelt. Steht unsere Unternehmensgruppe mit ihren rund 30 bedeutenden Konzerngesellschaften in 30 Ländern doch für den aktuell vermeintlich boomenden Onlinehandel. Doch die Wahrheit ist diffiziler.

Richtig ist, dass die Onlineunternehmen der Otto Group im Vergleich zu reinen Stationärhändlern in vielen Ländern im Shutdown weiter verkaufen dürfen. Sie werden als Teil der sicheren Grundversorgung angesehen, selbst in stark von der Krise betroffenen Regionen wie Italien und den USA. Das kommt unserer Unternehmensgruppe zugute. Doch auch die Otto Group musste etliche Geschäfte vorübergehend schließen wie beispielsweise die Stores des Wohnanbieters Crate and Barrel in den USA, aber auch die Läden von Manufactum, MyToys, Frankonia, Bonprix oder der Witt-Gruppe. Viele Kolleg*innen aus diesen Geschäften befanden sich deshalb in Kurzarbeit. Das ändert sich nun sukzessive wieder.

Doch die größte Herausforderung in dieser Zeit ist die volatile Nachfrage der Kund*innen. Die vollzieht sich nicht mehr wie früher in langen und relativ vorhersehbaren Linien, sondern die Bedarfe wechseln von Woche zu Woche sehr dynamisch. So war bereits zu Beginn unseres neuen Geschäftsjahres Anfang März eine generelle Kaufzurückhaltung zu spüren. Mit der zunehmenden und weltweiten Beschränkung der Bewegungsfreiheit der Kund*innen haben wir im Onlinegeschäft wiederum starke Ausschläge einzelner Sortimente erlebt, vor allem solcher, die das Leben und Arbeiten von zu Hause aus möglich machen oder erleichtern. Menschen kaufen aktuell vor allem in größeren Mengen Waren des täglichen Bedarfs für zu Hause. Das meint nicht nur Lebensmittel und Drogeriemarktartikel, sondern auch Spielwaren, Wohnaccessoires, Digitalgeräte, Kleinelektrowaren bis hin zu dringend benötigten Waschmaschinen und Kühl- oder Gefriergeräten sowie bequeme Textilien. Dagegen gehen die Umsätze bedeutender Onlinesortimente wie aktueller Mode oder Badeartikel erwartungsgemäß zurück.

Distanz schafft Nähe: Besondere Arbeitsbedingungen in der Krise


Mit der Corona-Pandemie haben sich die Arbeitsweisen maßgeblich verändert. Die intensive Kommunikation, das Führen von Teams und Vorantreiben von Prozessen stehen unter gänzlich neuen Vorzeichen. Der gesamte Arbeitsalltag findet heute in der Otto Group fast ausschließlich über „remote“ in Microsoft Teams statt, das die Gruppe bereits vor einem Jahr konzernweit mit Office 365 ausgerollt hat. Uns kommt jetzt zugute, dass wir uns frühzeitig auf eine neue Arbeitswelt und neue Arbeitsweisen eingestellt haben. Schon vor Corona haben wir in der Otto Gruppe die Voraussetzung für Home Office geschaffen so dass nun rund 20.000 der 50.000 Otto Group Kolleg*innen von zu Hause aus tätig sind. Sämtliche Meetings, ob die des Vorstands, der Krisenstäbe, Team-Workshops oder Dailys, werden virtuell über Videochats abgehalten. Durch den Kulturwandel-Prozess, der vor über vier Jahren gestartet wurde, haben wir gelernt, hierarchiefrei, vernetzt und vertrauensvoll zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten. Das hilft jetzt sehr.

Die größere Herausforderung besteht aktuell darin, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und dabei die Kolleg*innen gesundheitlich bestmöglich zu schützen. Vorstand und Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften haben sehr früh begonnen, Geschäftsreisen einzuschränken, Rückkehrer*innen ins Home Office zu schicken und in den Betrieben für entsprechende Hygienemaßnahmen und Abstand zu sorgen. Tausende Kolleg*innen arbeiten Tag für Tag weltweit zudem in unseren Relationcentern und Warenverteilzentren. Deren Gesundheit steht stets im Vordergrund. So gewähren zum Beispiel versetzte und kleinere Schichten den nötigen Abstand und bei Hermes haben wir die kontaktlose Zustellung der Pakete möglich gemacht – zum Schutz der Kund*innen und unserer Mitarbeiter*innen. 


Der Vorstand und die Führungskräfte arbeiten ebenso hart daran, sich auch für den Worst Case, eine lange anhaltende Rezession, vorzubereiten und andererseits chancenorientierte Investitionen wie den Umbau von OTTO zur Plattform fortzusetzen. „Unterm Strich sind wir verhalten optimistisch“, betont CEO Alexander Birken. „Wir hoffen, dass wir als technologisch und kulturell fittes und im Onlinegeschäft tätiges Unternehmen mittel- und langfristig gestärkt aus der Krise hervorgehen können“.


Weiterführende Links

 

Teilen

Banner Infos

Auch Händler und Marken der Otto Group informieren die Kund*innen zur aktuellen Lage:

About You  
Baur Versand
Bonprix
Crate & Barrel
Frankonia
Freemans
Hanseatic Bank
Heine
Hermes
Küche & Co
Mytoys
OTTO
Quelle
Witt

Wiedereröffnung des Ladengeschäfts

Seit dem 20. April dürfen Filialen bis 800 Quadratmeter unter Berücksichtigung der Maßnahmen zum Gesundheitsschutz wieder für den Verkauf öffnen (es bestehen Unterschiede zwischen den jeweiligen Bundesländern). Aktuelle Informationen einiger Konzernunternehmen der Otto Group dazu:

Manufactum

Bonprix fashion connect

Witt Weiden

Frankonia

Teilen