Kreislaufwirtschaft

CO2-neutraler Versand

Ein weiterer Schritt in Richtung Klimaneutralität 2030

Um bis 2030 in der Geschäftstätigkeit klimaneutral zu werden, verfolgt die Otto Group einen etablierten Dreiklang im Klimaschutz: Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren. Das bedeutet: Emissionen, wo immer es geht, vermeiden bzw. reduzieren und nur in allerletzter Konsequenz hochwertig kompensieren.

Auf dem Weg der grünen Transformation setzen wir also in erster Linie auf konkrete Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von CO2-Emissionen in den Kernprozessen. Dazu zählen etwa der Einsatz von hochwertig zertifiziertem Ökostrom an allen Standorten bis 2025, der Ausbau erneuerbarer Energieanlagen wie Photovoltaik und Solar, die Verlagerung von Luftfracht auf emissionsärmere See-, Straßen- und Schienentransporte bei der Warenbeschaffung aus den Produktionsländern oder der verstärkte Einsatz von Elektromobilität und alternativen Antriebstechniken, um den transportbedingten ökologischen Fußabdruck auf der „letzten Meile“ zu reduzieren. So stellt Hermes beispielsweise in großen Teilen der Berliner Innenstadt seit dem Sommer 2021 emissionsfrei zu: Insgesamt mehr als 2,5 Millionen Sendungen werden jährlich per Lastenrad und E-Transporter abgeliefert. Mehr als 300.000 Berliner*innen erhalten somit ihre Päckchen und Pakete CO2-frei – egal ob an der Haustür oder im PaketShop.

Dort, wo technologische Lösungen aktuell nicht verfügbar oder wirtschaftlich nicht umsetzbar sind, sehen wir auch Kompensation als sinnvolle Ergänzung beim Klimaschutz. Darum etablieren wir schrittweise Maßnahmen wie den CO2-neutralen Versand durch Kompensation. Auch wenn wir uns zuvorderst in der Verantwortung sehen, unseren CO2-Fußabdruck zu verringern, können sich hochwertig zertifizierte Kompensationsprojekte positiv auf das Klima auswirken – und zwar sofort. In dem Fall nutzen wir konsequent nach den anspruchsvollsten Standards zertifizierte Projekte über sehr glaubwürdige Dienstleister, wie etwa Atmosfair.

Wir brauchen die grüne Transformation

Der menschengemachte Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Der jüngste Bericht des Weltklimarats und die dramatischen Appelle der Weltklimakonferenz in Glasgow machen unmissverständlich klar, dass wir – Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und jede*r Einzelne – keine Zeit mehr verlieren dürfen, um der Erderwärmung entgegenzutreten. Bereits 2015 hat sich die internationale Staatengemeinschaft mit dem Pariser Klimaabkommen darauf geeinigt, die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf deutlich unter zwei Grad, idealerweise auf 1,5 Grad zu begrenzen. Mit diesem sehr ambitionierten Ziel sollen die unumkehrbaren Auswirkungen des Klimawandels noch einigermaßen beherrschbar gestaltet werden. Ob die Menschheit bei diesem Wettlauf gegen die Zeit erfolgreich sein wird, hängt von den Weichenstellungen im Hier und Jetzt ab. 

Als Otto Group wollen wir unserer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden und hierfür mutige, lösungsorientierte Antworten liefern. Denn wir sind überzeugt, dass Klimaschutz nicht nur eine Belastung ist, sondern auch eine große Chance für Modernisierung und neue Geschäftsmodelle bietet.

Klar ist: Der beste Klimaschutz ist immer noch, Treibhausgase zu vermeiden und zu reduzieren.
– Dr. Tobias Wollermann, Vice President Corporate Responsibility der Otto Group
 

Halbierung der CO2-Emissionen ohne Kompensation

Wir haben unsere Verantwortung früh erkannt und in den vergangenen Jahrzehnten die Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit, auf die wir unmittelbar Einfluss nehmen können, kontinuierlich reduziert. Die ersten unternehmensinternen Projekte wurden dafür schon in den 1990er Jahren auf den Weg gebracht. Im Jahr 2006 folgte die erste konzernweite Klimaschutzstrategie mit dem Ziel, die CO₂-Emissionen an den eigenen Standorten, bei Beschaffungs- und Distributionstransporten sowie im Bereich der Mitarbeitermobilität bis Ende 2020 zu halbieren. Dieses Ziel konnten wir übererfüllen ohne Zertifikate für die CO2-Kompensation zukaufen zu müssen. Unter dem Dach der neuen Corporate Responsibility Strategie haben wir das Ziel ausgegeben, bis 2030 in unserer Geschäftstätigkeit klimaneutral zu werden. Dabei verfolgen wir unseren etablierten Klimaschutzansatz: Emissionen vermeiden, dann reduzieren und erst in allerletzter Konsequenz hochwertig kompensieren. Wir befinden uns hier auf einem guten Weg.

Die Otto Group hat sich bisher immer auf die tatsächliche CO2-Vermeidung und -Verringerung konzentriert, um die eigenen Operations klimafreundlicher zu gestalten. Mit Blick auf die aktuelle Klimasituation brauchen wir aber auch Maßnahmen, die sofort und unmittelbar wirken. Und hier kommt die CO2-Kompensation ins Spiel, ohne die wir das Ziel, klimaneutral zu werden, am Ende nicht vollständig erreichen können.

Beispielsweise können bei der Zustellung von Paketen an die Kund*innen trotz des Einsatzes von Elektro-Fahrzeugen und Lastenrädern, intelligentere Tourenplanung oder PaketShops noch nicht alle CO2-Emissionen vermieden werden. Wir sehen deshalb dort, wo technologische Lösungen aktuell nicht verfügbar oder wirtschaftlich nicht umsetzbar sind, auch Kompensation als sinnvolle Ergänzung beim Klimaschutz. 

 
O-TON #92: Paketversand ohne CO2-Emissionen?

Podcast: Paketversand ohne CO2-Emissionen?

Wie funktioniert eine CO2-Kompensation? Wird ein Versand damit wirklich CO2-neutral? Wann ist eine Kompensation überhaupt sinnvoll? Und: Warum werden mit dem Geld nicht Projekte in Deutschland unterstützt?

Im O-TON #92, dem Podcast von OTTO, sprechen Gesa Beckmann aus dem OTTO-Nachhaltigkeitsteam und Tobias Posselt von Atmosfair über den Weg hin zu einem CO2-neutralen Versand.

Zur Podcast-Folge


 

Unsere Partnerschaft mit Atmosfair

Hinter der gemeinnützigen gGmbH Atmosfair stecken die Stiftung Zukunftsfähigkeit, das Bundesumweltministerium, das Forum Anders Reisen sowie Germanwatch. Generell verfolgt Atmosfair den Ansatz, dass vermeidbare CO2-Emissionen durch Vermeidungs- und Reduzierungsmaßnahmen abgebaut werden sollen, bevor Kompensation eingesetzt wird. Das ist genau unsere Philosophie!

AtmosfairAber da, wo technologische Lösungen aktuell nicht verfügbar oder wirtschaftlich nicht umsetzbar sind, sehen wir auch Kompensation als sinnvolle Ergänzung beim Klimaschutz. Deshalb versenden nun erste Konzerntöchter der Otto Group bilanziell CO2-neutral, indem die Emissionen, die auf dem Weg von unseren Lagern zu den Kund*innen anfallen, durch Klimaschutzprojekte in Ruanda und Nepal kompensiert werden. Das sind Projekte, die Atmosfair eigenständig entwickelt und überwacht. Wichtig dabei: Wir wählen nur Projekte aus, die im Minimum den Gold Standard for the Global Goals der Schweizer Gold Standard Stiftung erfüllen. Diese Projekte sind nach höchstem Standard zertifiziert und werden durch den unabhängigen und nicht bezahlten Atmosfair-Beirat aus Ministeriums- und NGO-Vertretern fortlaufend kontrolliert.

Die Kompensationsprojekte

Klimaschutz vor der eigenen Haustür betreiben entspricht unserer Haltung. Dennoch gibt es zurzeit nur wenige geeignete Kompensationsprojekte in Deutschland. Daher unterstützen wir weltweit Klimaschutzprojekte, etwa in Ghana, Kolumbien, Malawi, Nepal oder Ruanda. 

Vor Ort, also in Deutschland, sind wir eine exklusive Kooperation mit renommierten Partnern aus Wissenschaft und Naturschutz eingegangen, um die Renaturierung von deutschen und europäischen Moorflächen aktiv voranzutreiben. Neben einer engen Verzahnung von Klima-, Naturschutz und Artenvielfalt liefert das Projekt auch konkrete Methoden und Verfahren für eine dauerhafte Reduzierung von CO2-Emissionen aus Moorböden und generiert mittelfristig eigene Zertifikate zur Kompensation. Mehr dazu hier >>

 
 

CO2-neutraler Versand in der Otto Group

CO2-neutraler Versand Hermes

CO2-neutraler Paketversand bei Hermes Germany 

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CO2-neutraler Versand von Möbeln und Großgeräten beim Hermes Einrichtungs Service

CO2-neutraler Versand von Möbeln und Großgeräten beim Hermes Einrichtungs Service  

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CO2-neutraler Versand bei Bonprix

CO2-neutraler Versand bei Bonprix

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CO2-neutraler Versand bei Unito

CO2-neutraler Versand bei Unito

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CO2-neutraler Versand bei OTTO

CO2-neutraler Versand bei OTTO

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Ist Kompensation Ablasshandel?

CO2-Kompensation wird kontrovers diskutiert und häufig in Verbindung mit Greenwashing-Vowürfen gebracht. Die Otto Group handelt konsequent nach dem Prinzip "Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren". Das bedeutet: Emissionen, wo immer es geht, vermeiden bzw. reduzieren und nur in allerletzter Konsequenz hochwertig kompensieren. Aber dort, wo technologische Lösungen aktuell nicht verfügbar oder wirtschaftlich nicht umsetzbar sind, sehen wir auch Kompensation als sinnvolle Ergänzung beim Klimaschutz. 

Folgende weiterführende Artikel geben einen Überblick der Thematik:

Carbon Offsetting: Ablasshandel oder nützliches Tool? 

Zum Artikel von UmweltDialog >>

Wie sinnvoll ist die freiwillige CO2-Kompensation?

Zum Artikel von Quarks >>

Funktioniert CO2-Kompensation?

Zum Artikel des Bayerischer Rundfunks >>

Freiwillige CO2-Kompensation

Zum Artikel des Umweltbundesamts >>

 

Klimaneutral oder CO2-neutral - Gibt es da einen Unterschied?

Die Begriffe klimaneutral und CO2-neutral werden häufig synonym verwendet. Dabei unterscheiden sie sich durchaus.

Zur Begriffserklärung der Tagesschau >>

 
 
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„NOW“ - Das Nachhaltigkeitsmagazin der Otto Group
in Kooperation mit GEO

Unser Nachhaltigkeitsmagazin „NOW" zeigt, was wir unter Verantwortung verstehen und welche Nachhaltigkeitsaktivitäten wir verfolgen.

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