CR-Strategie

Wo fängt unsere Verantwortung an? Für uns ist die Antwort klar: auf dem Baumwollfeld, beim Holzanbau, der Energieerzeugung und dem -verbrauch sowie bei den Menschen in den Fabriken. Wir sehen das große Ganze und setzen anspruchsvolle Ziele.

impACT – Analysieren, Bewerten, Handeln

Die Grundlage für unser nachhaltiges Handeln ist „impACT“. impACT verknüpft die Auswirkung (impact) mit dem daraus abgeleiteten Handeln (act). Mit diesem von uns entwickelten Managementprozess verändert die Otto Group grundlegend die Art und Weise, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Mensch und Natur zu ermitteln, zu bewerten und daraus wirksame und effiziente Maßnahmen abzuleiten. 

Dafür werden zum einen die Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette untersucht und zum anderen interne und externe Stakeholder befragt. Anhand der Ergebnisse dieser sogenannten Wesentlichkeitsanalyse entwickeln wir strategische Ziele und operative Maßnahmen. So können wir unsere finanziellen und personellen Mittel gezielt dort einsetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten. Die Maßnahmen werden unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt. Mehr zu impACT finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2015 sowie im folgenden Video:

Anschaulich erklärt: Der impACT-Prozess der Otto Group


Um diesen komplexen Prozess managen zu können, gliedern wir die Wertschöpfungskette in vier Stufen:

Wertschöpfungs-stufe Wertschöpfungs-kette Strategische Handlungsfelder
1. Rohstoffe und Verarbeitung Rohstoffgewinnung -> Spinnen der Garne -> Weben & Stricken -> Veredelung Den negativen Umweltauswirkungen bei der Verarbeitung der Rohstoffe begegnen wir mit den Strategien für Textilien, Möbel und Papier, die alle auf nachhaltigere Land- und Forstwirtschaft setzen. Mehr Informationen finden Sie im Kapitel Umwelt.
2. Endfertigung Nähen -> Finishing & Verpacken Um die Arbeitsbedingungen in den Fabriken bei der Endfertigung der Handelswaren zu verbessern, haben wir ein Sozialprogramm entwickelt. Mehr Informationen dazu finden Sie im Kapitel Arbeitsbedingungen in den Produktionsbetrieben.
3. Handel Transport -> Warehousing -> Vertrieb -> Distribution Die Senkung des CO2-Ausstoßes an den eigenen Standorten sowie bei Beschaffungs- und Distributionstransporten gehen wir mit unserer Klimastrategie an. Mehr Informationen finden Sie im Kapitel Umwelt.
4. Kunden Nutzung -> Entsorgung & Verwertung Die ökologischen Schadwirkungen, die während der Produktnutzung und -entsorgung durch den Kunden entstehen, sind aktuell nicht Bestandteil unserer konzernweiten CR-Strategie. Initiativen finden allerdings auf Unternehmensebene statt, wie z. B. BeGOOD von OTTO oder WE DO! von Hermes.
Was die Otto Group hier macht, ist auf absehbare Zeit kein Nischenthema mehr, sondern wird früher oder später die gesamte Wirtschaft erreichen, auch im Hinblick auf zukünftige Regulierungen und Reporting-Standards.
– Hubertus Drinkuth, Managing Director von Systain

Nachhaltigkeitsstrategie 2020

Die Ergebnisse und Erkenntnisse des impACT-Prozesses fließen direkt in unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2020 ein. Diese zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur entlang der Wertschöpfungskette wirksam und effizient zu verringern. Als Wertschöpfungskette bezeichnen wir den Weg der Waren von der Gewinnung der Rohstoffe über deren Verarbeitung zum fertigen Produkt und dessen Vertrieb bis hin zur Nutzung und Entsorgung durch den Konsumenten. 

Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde im Jahr 2012 vom Vorstand der Otto Group verabschiedet und umfasst fünf Teilstrategien. Ihre Ziele: die schonende Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen (Textilien-, Möbel- und Papierstrategie), die Einhaltung von Sozialstandards bei Lieferanten in der Endfertigung (Sozialprogramm) und die Verbesserung der CO2-Bilanz an den eigenen Standorten sowie der Beschaffungs- und Distributionstransporte (Klimastrategie).


Die fünf Teilstrategien der Nachhaltigkeitsstrategie 2020

1. Textilstrategie – ZIEL: 100 % nachhaltige Baumwolle bei Eigen- und Lizenzmarken
Die Otto Group will bis 2020 die gesamte Baumwollmenge, die für Eigen- und Lizenzmarken eingesetzt wird, auf nachhaltig angebaute Baumwolle umstellen.

2. Möbelstrategie – ZIEL: 100 % FSC®-zertifizierte Möbelprodukte
Das Angebot an Holzmöbeln soll bis 2020 vollständig auf FSC®-zertifizierte Artikel umgestellt werden.

3. Papierstrategie – ZIEL: 50 % FSC®-zertifiziertes Tiefdruckpapier für Kataloge und Werbemittel
Mit ihrer Papierstrategie will die Otto Group bei Katalogen und Werbemitteln den Anteil des FSC®-zertifizierten Papiers bis 2018 auf mindestens 50 % erhöhen.

4. Sozialprogramm – ZIEL: 100 % Integration der Lieferanten für Eigen- und Lizenzmarken
Bis Ende des Jahres 2015 sollen alle Lieferanten in das Sozialprogramm integriert sein, deren Fabriken in Ländern liegen, in denen die Einhaltung von Mindeststandards nicht oder nur teilweise gegeben ist. Als integriert gilt ein Lieferant, wenn alle seine Fabriken, die für die Otto Group produzieren, ein gültiges und anerkanntes Assessment, Zertifikat oder Audit vorweisen können.

5. Klimastrategie – ZIEL: 50 % Reduktion der CO2-Emissionen
Die standort-, transport- und mobilitätsbedingten CO2-Emissionen sollen bis 2020 gegenüber dem Basisjahr 2006 halbiert werden.


Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group
Aus Tradition messen wir in der Otto Group Werten wie Nachhaltigkeit und dem fairen Umgang mit Mitarbeitern einen hohen Stellenwert bei. Diesen Anspruch wollen wir auch in einem hochintensiven Wettbewerbsumfeld aufrechterhalten und haben uns mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie bis 2020 ehrgeizige Ziele gesetzt.
– Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group

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Dokumente

Nachhaltigkeitsberichte, Studien und Verhaltenskodizes

Arbeits-bedingungen

Verantwortung endet nicht vor den Fabriktoren

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