Otto Group Gründungsmitglied der Klimaschutzinitiative „(CPI2)“

26.01.2012 | Hamburg

Der Handel will künftig in der internationalen Lieferkette jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Die „Carbon Performance Improvement Initiative“ (CPI2), der acht große deutsche Handels- und Markenunternehmen, unter anderem die Otto Group, angehören, hat dazu ein Managementinstrument zur CO2- Reduzierung bei Lieferanten entwickelt. Als Gründungsmitglied der Initiative gehört die Otto Group damit erneut zu den Vordenkern für den globalen Klimaschutz.

Acht große deutsche Handels- und Markenunternehmen (HSE24, KiK, Otto Group, QVC, Reno, s.Oliver, Tchibo und Tom Tailor) haben unter dem Schirm des Außenhandelsverbandes AVE eine Klimaschutzinitiative gestartet. Ziel von CPI2 ist es, in der weltweiten Lieferkette von Importprodukten jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

Bis zu 30 Prozent der CO2-Emissionen im Lebenszyklus von Konsumgütern des Handels werden nicht in Deutschland, sondern bei deren Herstellung freigesetzt, z.B. in China, Indien, Bangladesch oder der Türkei. Gleichzeitig liegen gerade in den Schwellen- und Entwicklungsländern noch enorme Spielräume, um klimaschädliche CO2-Emissionen zu verringern. Ursache sind häufig schlicht fehlendes Problembewusstsein und Know-how zum Thema Energieeffizienz in den Produktionsunternehmen.

Deshalb hat die Initiative ein Managementinstrument für Produzenten vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern entwickelt. Mit einem einfach zu handhabenden Online-Tool gibt die Initiative den Lieferanten ein Instrument an die Hand, mit dem sie selbständig ihren Energieverbrauch in allen Unternehmensbereichen evaluieren können. Auf dieser Basis erhalten die Lieferanten ein Gold-, Silber- oder Bronze-Rating, sowie konkrete Handlungsempfehlungen zum Energiesparen. Diese reichen von einfachen, schnell und preiswert umsetzbaren Maßnahmen bis hin zu komplexeren, mittel- und langfristigen Prozessen. Einfache Maßnahmen können die Lieferanten selbst umsetzen. Bei längerfristigen Maßnahmen bietet die CPI2 Unterstützung durch Know-how und fachliche Begleitung an. Neben der konkreten Einsparung von CO2 ist gerade auch der Transfer von Energiespar-Know-how ein wichtiger Aspekt. Das Management-Tool wird seit Herbst 2011 in einer Pilotphase bei 15 Lieferanten in China und Bangladesch getestet und hat bereits erste Erfolge erzielt. Ab Mitte des Jahres ist die breite Implementierung bei den Lieferanten der Gründungsmitglieder geplant.

Die CPI2 wird vom Umweltbundesamt fachlich begleitet und von der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH aus Mitteln des Programms „Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft“ des Bundesumweltministeriums (BMU) unterstützt. Das BMU fördert das Programm im Rahmen der „Internationalen Klimaschutzinitiative“. Die Entwicklungsarbeit und die Implementierung erfolgt durch die Unternehmensberatung Systain Consulting GmbH. Auf einer Pressekonferenz wurde die Initiative gestern in Düsseldorf vorgestellt. Die Mitgliedsunternehmen repräsentieren zusammen einen Umsatz von rund 20 Mrd. Euro.

Für die Otto Group ist CPI2 nicht die erste Initiative, um sich den Herausforderungen der Globalisierung zu stellen. Bereits 1996 setzte sich das Unternehmen für die Entwicklung eines weltweit zertifizierungsfähigen Sozialstandards ein. Auf Anregung der Otto Group wurde 2001 unter dem Dach der Außenhandelsvereinigung des deutschen Einzelhandels (AVE) erstmals eine weltweite Lösung zur Durchsetzung von sozialen Mindeststandards erarbeitet. Eine ganze Branche verständigte sich in diesem Zusammenhang auf die Einhaltung bestimmter Standards, unterhalb derer der Wettbewerb um den besten Preis nicht mehr stattfinden sollte. Seit Ende 2004 wird das Modell unter dem Dach der FTA (Foreign Trade Association) und mit neuem Namen „Business Social Compliance Initiative“ (BSCI) geführt. Ihr gehören mittlerweile weltweit mehr als 700 Mitglieder an.

Teilen

Medienkontakt

Anja Schlumberger
Tel.: +49 40 64612820
Fax: +49 40 64614490
anja.schlumberger@ottogr...

Teilen