Damit der Job nicht krank macht: Otto Group wirkt mit „Gesundheitsindex“ psychischen Belastungen am Arbeitsplatz entgegen

03.02.2014 | Hamburg

Einer aktuellen Studie der Bundespsychotherapeutenkammer zufolge geben immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland ihren Job aufgrund psychischer Erkrankungen vorzeitig auf. Etwa 42 Prozent aller Frührentner nennen diesen Grund für die vorgezogene Pensionierung. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Otto Group bereits 2010 den „Gesundheitsindex“ eingeführt – ein validiertes Instrument, mit dem der Gesundheitszustand, die Belastungen und Ressourcen von Mitarbeitern im Unternehmen sichtbar gemacht und gezielt Maßnahmen ergriffen werden können. Der „Gesundheitsindex“ wird in diesem Frühjahr bereits zum fünften Mal erhoben.

Die Zunahme von psychischen Beschwerden kann Karsten von Rabenau, Bereichsleiter des Gesundheitsmanagements aktiv.net bei der Otto Group in Hamburg, aus eigener Erfahrung bestätigen: „Vor zehn Jahren ging es in unseren Sprechstunden vermehrt um Rückenbeschwerden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, heute suchen immer mehr Mitarbeiter wegen Erschöpfungszuständen Hilfe. Burnout ist längst kein Randphänomen mehr.“ Vor Jahren bereits hat die Otto Group deshalb eine eigene psychotherapeutische Beratungsstelle eingerichtet.

Dabei sind die Ursachen von Burnout nicht nur am Arbeitsplatz zu finden. Auch das soziale Umfeld hat einen starken Einfluss und muss berücksichtigt werden, denn bei Burnout handelt es sich um einen chronischen Erschöpfungsprozess durch Dauerstress. „Dieser kann schließlich zu Krankheiten führen wie Depressionen, Angststörungen, Herzinfarkten oder auch chronischen Schmerzsyndromen“, erklärt von Rabenau. Der Gesundheitsexperte weiter: „Das Risiko, an Burnout zu erkranken, hängt neben Faktoren wie Beruf, Partnerschaft, allgemeiner körperlicher Verfassung und Hobbys auch von der ganz persönlichen Disposition ab.“ In der Regel treffe es Menschen, die besonders ehrgeizig sind, einen Hang zu Perfektion und Kontrolle haben sowie vielfach von Versagensängsten und übersteigerten Pflichtgefühlen angetrieben werden. Es gebe sogar ganze Teams und Abteilungen, die sich so charakterisieren ließen und damit Gefahr liefen, „auszubrennen“. Durch steigende Gesamtfehlzeiten sind psychische Erkrankungen nicht zuletzt zu einem wirtschaftlich relevanten Faktor geworden.

„Gesundheitsindex“ als Seismograf
Ein wichtiges Tool für die Otto Group, um Warnsignale frühzeitig zu empfangen, ist in diesem Zusammenhang der „Gesundheitsindex“, der jährlich auf Basis einer anonymen Mitarbeiter-Befragung für die gesamte Belegschaft erstellt wird. Mithilfe des Tools, das die Otto Group zusammen mit dem Mannheimer Institut für Public Health entwickelt hat, lassen sich zielgenaue Maßnahmen für auffällige Organisationseinheiten zur Prävention ableiten. Hierzu zählen neben der Beratung der Betroffenen durch betriebseigene Ärzte und Sozialberater auch Schulungen für Führungskräfte – darunter das Erkennen von Auffälligkeiten und gesundheitsgerechtes Führen – sowie Trainings für Mitarbeiter zum eigenverantwortlichen Arbeiten. Ergänzend bietet das Unternehmen u.a. Yoga-Kurse und Seminare zu Balance in der Arbeitswelt an. 


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