Otto Group stoppt Verkauf von quecksilberhaltigen Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren

18.11.2016 | Hamburg

Die Otto Group stellt zum 31. März 2017 den Verkauf von quecksilberhaltigen Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren im europäischen Raum ein. Damit gehört der weltweit aktive Handels- und Dienstleistungskonzern zu den Vorreitern in der Branche und setzt ein starkes Signal für den Umweltschutz.

Bereits jetzt haben die einzelnen Konzernunternehmen der Otto Group den Verkauf von quecksilberhaltigen Leuchtmitteln auf ein Minimum reduziert. Mit Beginn des zweiten Quartals 2017 werden dann alle Sortimente im europäischen Raum nur noch Artikel mit der umweltfreundlichen und innovativen LED-Technologie enthalten.

Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) und Leuchtstoffröhren galten aufgrund ihrer besseren Umweltbilanz in der Herstellung sowie in der Nutzungsphase lange Zeit als umweltschonendere Alternative zur herkömmlichen Glühbirne oder Halogenlampe. Allerdings trübt dieses Bild der Einsatz des giftigen Schwermetalls Quecksilber, das beim Betrieb von Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren für den Beleuchtungsprozess notwendig ist. 

Bei ordnungsgemäßem Gebrauch und der Entsorgung von quecksilberhaltigen Leuchtmitteln durch den Verbraucher besteht keine Gefahr. Werden die Lampen jedoch beschädigt, treten giftige Dämpfe aus, die zu gesundheitlichen Folgen führen können. Betroffen sind aber auch die Beschäftigten im Quecksilberabbau sowie Personen, die mit den beschädigten Leuchtmitteln im Entsorgungsprozess umzugehen haben. 

„Energiesparlampen sind aus heutiger Sicht eine Brückentechnologie, die es uns ermöglicht hat, den einfachen Ausstieg aus der energieintensiven Beleuchtung mit konventionellen Glühlampen zu beginnen“, sagt Andreas Streubig, Bereichsleiter für das Nachhaltigkeitsmanagement der Otto Group. „Aber wir wissen, dass durch das eingesetzte Quecksilber sowohl in der Produktion als auch beim Gebrauch und der Entsorgung erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt entstehen. Deshalb müssen wir auf Alternativen zu quecksilberhaltigen Leuchtmitteln setzen – und hier kommt die LED ins Spiel“, so Streubig weiter. Eine wichtige Rolle schreibt er dabei auch der Politik zu, die mit entsprechenden Anreizen und Regelungen den Einsatz innovativer und umweltfreundlicher Leuchtmittel forcieren könne.

Mit dem Entschluss, ab April 2017 den Verkauf von quecksilberhaltigen Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren zu stoppen, setzt die Otto Group ihren Weg als nachhaltiges Unternehmen fort. Die LED-Technologie verringert insgesamt die negativen Auswirkungen auf die Umwelt, da sie kein Quecksilber enthält und energiesparender ist als andere Leuchtmitteltechniken. 

Diese Maßnahme ergänzt die Klimastrategie der Otto Group, deren Ziel es ist, die CO2-Bilanz an den eigenen Standorten sowie der Beschaffungs- und Distributionstransporte zu verbessern. Bis zum Jahr 2020 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent im Vergleich zu 2006 gesenkt werden. Der Konzern hat sich bis 2040 sogar eine Reduktion um 70 Prozent ins Pflichtenheft geschrieben.

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Medienkontakt

Nicole Sieverding

Tel.: +49 40 6461 3179

E-Mail: Nicole.Sieverding@ottogroup.com 

 

Über die Otto Group

1949 in Deutschland gegründet, ist die Otto Group heute eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit rund 49.600 Mitarbeitern. Die Gruppe ist mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 30 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die drei Segmente Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Im Geschäftsjahr 2015/16 (29. Februar) erwirtschaftete die Otto Group einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro. Sie gehört mit einem Onlineumsatz von 6,5 Milliarden Euro zu den weltweit größten Onlinehändlern. E-Commerce, Kataloggeschäft und der stationäre Einzelhandel bilden die drei Säulen des Multichannel-Einzelhandels der Otto Group. Weltweite Konzernaktivitäten und eine Vielzahl von strategischen Partnerschaften und Joint Ventures bieten der Otto Group ausgezeichnete Voraussetzungen für Know-how-Transfer und die Nutzung von Synergiepotenzialen. Ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit der Konzernunternehmen garantiert zugleich Flexibilität und Kundennähe sowie eine optimale Zielgruppenansprache in den jeweiligen Ländern.

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