Otto Group sieht Klimakonferenz als Wendepunkt

14.12.2015 | Hamburg/Berlin

Unterzeichner rufen die Bundesregierung auf, durch klimafreundliche Rahmenbedingungen die mit dem Pariser Abkommen verankerte Entkoppelung der Emissionen und des Wirtschaftswachstums sowie die Trendwende bei Investitionen hin zu CO2-armen Technologien auf ein festes Fundament zu stellen.

Führende Unternehmen in Deutschland begrüßen in ihrer heute veröffentlichten Erklärung das neue Weltklimaabkommen als Wendepunkt hin zur globalen Energiewende. Die Otto Group und die weiteren 33 Unterzeichner kündigen an, den Klimaschutz selber als Vorreiter vorantreiben zu wollen und fordern von der Politik ambitionierte Rahmenbedingungen für die Dekarbonisierung in Deutschland und der EU. Der Appell wird von den Unternehmensverbänden Stiftung 2°, B.A.U.M. und der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch unterstützt.

„Das Ergebnis von Paris ist ein großer Erfolg, wenn auch längst überfällig,“ betont Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group. Der Ausgang sei historisch, denn zum ersten Mal habe sich die Staatengemeinschaft einstimmig auf ein verbindliches und global gültiges Klimaabkommen geeinigt, das die Erderwärmung eindämmen solle. „Paris hat die Grundlage für mehr Planungs- und Investitionssicherheit für Unternehmen geschaffen, die im unternehmerischen Klimaschutz vorangehen wollen. Aber jetzt sind weitere konkrete Schritte zur Umsetzung erforderlich. Sowohl durch die richtigen Instrumente auf nationaler Ebene, aber auch auf europäischer Ebene, z. B. durch eine weitergehende Reform des EU-Emissionshandels,“ so der Vorsitzende des Kuratoriums der 2°-Stiftung.

Die Stiftung 2°, bei der die Otto Group sich aktiv für einen effektiven marktwirtschaftlichen Klimaschutz einsetzt, unterstützt die Erklärung. Die Vorständin der Stiftung 2°, Sabine Nallinger, kommentiert: „Um dem internationalen Abkommen gerecht zu werden, müssen wir jetzt auch in Deutschland diese Dynamik aufnehmen und stärken. Es ist Aufgabe der Bundesregierung, mit der konsequenten Fortführung der Energiewende den Weg in die Dekarbonisierung aufzuzeigen. Die Wirtschaft wird bei der Umsetzung der Klimaziele eine zentrale Rolle spielen und sollte die ökonomischen Chancen des Klimaschutzes ergreifen“, so Nallinger.

Die Unternehmen fordern in der Erklärung unter anderem eine Nachschärfung der Maßnahmen, um das deutsche 40-Prozent-Klimaziel bis 2020 zu erreichen. Sie fordern, dass die Bundesregierung den Klimaschutzplan 2050 am oberen Rand des Zielkorridors von 80-95 Prozent Emissionssenkung ausrichtet und eine umfassende Verkehrswende einleitet. Nachbesserungen seien auch bei den Energieeffizienz-Gesetzen und ihrer Umsetzung nötig. Der EU-Emissionshandel müsse noch ambitionierter reformiert werden und die EU nach Paris einen Prozess zur Anhebung ihrer Klima- und Energieziele für 2030 starten.


Pressemitteilung als PDF

Erklärung der Unternehmen zum Klimaabkommen von Paris


Teilen

Medienkontakt

Otto Group: Thomas Voigt, +49 40 6461 4010, thomas.voigt@ottogroup.com 

Stiftung 2°: Martin Kaul, +49 30 2045 3735, martin.kaul@2grad.org

Teilen