Otto Group begibt kurzfristige Anleihe an institutionelle Anleger

21.07.2016 | Hamburg

Angesichts des aktuellen Zinsumfeldes, in dem viele Banken von ihren Kunden so genannte Strafzinsen auf Bareinlagen verlangen, bietet die Otto Group für institutionelle Anleger eine Möglichkeit, ihre Geldbestände ohne Wertverlust sicher zu parken. Dazu hat die weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe eine 50-Millionen-Euro-Anleihe mit einer Laufzeit von drei Monaten und einer jährlichen Verzinsung von 0,14 Prozent platziert.

Da die Europäische Zentralbank (EZB) von den Geschäftsbanken einen Strafzins von 0,4 Prozent für Einlagen verlangt, sehen sich viele Banken gezwungen, diese Kosten an ihre Kunden mit hohen Guthaben weiter zu geben. Damit stehen viele Investoren und Unternehmen vor der Frage, wie sie ihre Geldbestände ohne Wertverlust sicher parken können. Die steigende Nachfrage nach kurzfristigen alternativen Anlagen bedient nun die Otto Group mit einer Wertpapieremission unter dem European Medium Term Note Programm (EMTN-Programm). Die Emission wurde von der Deutschen Bank begleitet, das Wertpapier hat eine Stückelung von 1 Million Euro.

„Mit dieser Emission können wir eine Win-Win-Situation herstellen: Die Investoren können ihre Guthaben ohne Wertverlust sicher parken und wir erhalten eine interessante Beimischung im Finanzierungsmix, mit der wir unsere kurzfristige Liquidität optimieren können“, sagt Petra Scharner-Wolff, Finanzvorständin der Otto Group. Erst im Juni hat die Otto Group eine Anleihe mit einem Volumen von 250 Millionen Euro und einer siebenjährigen Laufzeit platziert.

In Zukunft sind weitere Platzierungen von kurzlaufenden Anleihen bei institutionellen Investoren möglich. Gewöhnlicherweise nutzen nur Unternehmen mit einem Rating solche Geldmarktinstrumente. Im aktuellen Marktumfeld ist aber auch für die Otto Group, die nicht geratet ist, die Auflegung eines Programms für kurzfristige Wertpapieremissionen – ein so genanntes Commercial-Paper-Programm – denkbar.

Bei der Platzierung der Anleihen profitiert die Otto Group nicht nur von dem attraktiven Marktumfeld, sondern auch von einem erfolgreichen Turnaround im zurückliegenden Geschäftsjahr. So legte der Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche um 5,4 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro zu, der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg von 44 auf 187 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei erneut das zukunftsweisende Online-Geschäft. Weltweit legte der E-Commerce-Umsatz um 8,8 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zu, in Deutschland stiegen die Online-Umsätze um 12,3 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich die Otto Group etwas dynamischer als der deutsche E-Commerce-Markt (+11,9 Prozent, Quelle: bevh) und konnte Marktanteile gewinnen.

Petra Scharner-Wolff
Petra Scharner-Wolff
Finanzvorständin der Otto Group
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Medienkontakt

Robert Hägelen
Tel.: +49 40 6461 3129
Mail: robert.haegelen@ottogroup.com 


Über die Otto Group

1949 in Deutschland gegründet, ist die Otto Group heute eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit rund 49.600 Mitarbeitern. Die Gruppe ist mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 30 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die drei Segmente Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Im Geschäftsjahr 2015/16 (29. Februar) erwirtschaftete die Otto Group einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro. Sie gehört mit einem Onlineumsatz von 6,5 Milliarden Euro zu den weltweit größten Onlinehändlern. E-Commerce, Kataloggeschäft und der stationäre Einzelhandel bilden die drei Säulen des Multichannel-Einzelhandels der Otto Group. Weltweite Konzernaktivitäten und eine Vielzahl von strategischen Partnerschaften und Joint Ventures bieten der Otto Group ausgezeichnete Voraussetzungen für Know-how-Transfer und die Nutzung von Synergiepotenzialen. Ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit der Konzernunternehmen garantiert zugleich Flexibilität und Kundennähe sowie eine optimale Zielgruppenansprache in den jeweiligen Ländern.

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