Fünf Jahre Ratepay: Ein Startup wird erwachsen

19.03.2015 | Berlin

Eine Frau als Gründerin im Payment-Sektor: Miriam Wohlfarth wollte deutschen Onlinekunden das Einkaufen im Internet erleichtern. Heute ist Ratepay, ein Dienstleister für Bezahlprozesse im Onlinehandel, 100-prozentige Tochter der Otto Group und beschäftigt mehr als siebzig Mitarbeiter. Das profitabel arbeitende FinTech-Unternehmen erwirtschaftet Umsätze von mehreren hundert Millionen Euro und feiert nun seinen fünften Geburtstag.

Als die Unternehmensgründerin und ihre Partner 2009 beschließen, den Payment-Markt aufzumischen, geschieht das „mit einer großen Portion Blauäugigkeit“, wie Miriam Wohlfarth rückblickend sagt. Nachdem sie einige Jahre für IT- und Finanzunternehmen arbeitete, hatte Wohlfarth die Idee, Onlinehändlern einen Ausfallschutz für den Ratenkauf im Internet anzubieten. Bis dahin galt der Ratenkauf als Stiefkind des E-Commerce. Die Idee war innovativ, aber erklärungsbedürftig. „Alle Prozesse kamen wieder und wieder auf den Prüfstand. Heute bezeichnen wir diesen Zeitraum als unsere ‚Konzeptionsphase’“, so Wohlfarth.

Mit der Otto Group beginnt der Erneuerungsprozess
Ein Jahr nach Unternehmensgründung erfolgten erste Wechsel im Management. „Am Anfang haben wir zu viel auf einmal gewollt. Wir mussten ein paar Schritte zurückgehen, um uns unseren Zielen in kleinen Etappen wieder anzunähern“, erläutert Wohlfarth. Doch nicht nur interne Umbauten führten schließlich zum Erfolg. 2010 beteiligte sich die Hamburger Otto Group erst mit einundfünfzig, später zu hundert Prozent als strategischer Investor an Ratepay. 2011 stieß ECommerce- Experte Jesper Wahrendorf als CEO zur Ratepay-Führungsriege hinzu.

Dieser Zeitraum, den Wahrendorf als „Wiedergeburt“ bezeichnet, markiert den endgültigen Beginn von Ratepays Erfolgsgeschichte. 2012 gewinnt Ratepay seinen ersten großen Kunden; es folgen viele namhafte Shops aus den Bereichen Möbel, Reise, Food und Lifestyle. Parallel wird die Produktpalette erweitert: Neben dem Kauf auf Rate können Händler über Ratepay nun auch den Kauf auf Rechnung und die Lastschrift einbinden und flankierende Dienstleistungen wie Risikoprüfung, Mahnwesen und Inkasso auslagern. Mit dem Baukastensystem „Ratepay-Modular“ haben Onlinehändler seit 2014 die Möglichkeit, ihren persönlichen Mix aus Zahlungsarten und Services selbst zusammenzustellen.

Qualität und Fairness machen sich bezahlt – bei Kunden wie bei Mitarbeitern
Heute versteht sich das Unternehmen als Qualitätsführer in seinem Segment. „Für uns zählt ie Kundenbeziehung. Das hat uns viel Geduld und Optimismus abverlangt, sich aber letztlich gelohnt. Während unsere Mitbewerber mit einer hohen Fluktuationsrate zu kämpfen haben, sind uns die meisten Kunden treu“, erklärt Ratepay-CEO Wahrendorf. „Wir verstehen uns als ehrlicher Partner des Onlinehändlers, der ihm beim komplexen Thema Bezahlung mit qualitativ hochwertigen Produkten und Services weiterhelfen kann.“

Der hohe Anspruch an Qualität und Solidität gilt auch für Ratepays Personalpolitik: Bestand das Team am Anfang aus fünf Leuten, so sind inzwischen mehr als siebzig Mitarbeiter am Berliner Standort tätig. Darunter befinden sich überdurchschnittlich viele Frauen und langjährige Mitarbeiter, beides untypisch für ein Berliner FinTech-Start-up. „Wir behandeln nicht nur Kunden, sondern auch unsere Kollegen fair – und das macht sich bezahlt“, sagt Gründerin Miriam Wohlfarth.

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