Dr. Michael Otto ermöglicht Start von Ipso in Hamburg

28.11.2016 | Hamburg

Mit einer Anschubfinanzierung von mehreren Hunderttausend Euro sichert der Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzende der Otto Group, Dr. Michael Otto, den Start der International Psychosocial Organisation (Ipso) in Hamburg für die kommenden 18 Monate. Ziel von Ipso ist es, seelisch belasteten Flüchtlingen durch niedrigschwellige psychologische Unterstützung eine schnellere und problemärmere Integration zu ermöglichen.

Die Unterstützung der großen Zahl an Flüchtlingen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen stellt hohe Anforderungen an unsere sozialen und medizinischen Systeme. Viele Flüchtlinge erleben durch Flucht und Vertreibung eine intensive psychische Krise. Durch die traumatischen Erlebnisse stehen sie oft unter hohem psychosozialen Stress und haben deshalb Schwierigkeiten, sich mit den Anforderungen, die die Integration an sie stellt, klar zu kommen. Nur ein kleiner Teil hat Zugang zu professioneller Hilfe mit häufig langen Wartezeiten. Oft verzögert das ihre Integration. Genau hier setzt Ipso an. Die Organisation hat ein Konzept zur Ausbildung von geeigneten Flüchtlingen zu psychosozialen Beratern, den sogenannten Ipso-Counselorn, entwickelt. Durch eine kultursensible, muttersprachliche und klar strukturierte Beratungsmethodik können diese Ipso-Counselor psychisch instabile Landsleute darin unterstützen, trotz ihrer belastenden Lebenserfahrungen handlungsfähig zu bleiben und aktiv an ihrer Integration mitzuwirken. Die Beratung kann sowohl vor Ort, wie z.B. in Flüchtlingsunterkünften und Wohngruppen, in den diversen Beratungsstellen oder in Unternehmen, als auch digital über die Ipso e‐care Plattform erfolgen (Link: https://www.ipso-ecare.com/wer-wir-sind.html). Die Beratung schließt eine Lücke zwischen den sozialen Systemen und der medizinischen Versorgung. 

Die 12-monatige Ausbildung ist zertifiziert und kann von Jobcentern und den Agenturen für Arbeit im Rahmen von Bildungsgutscheinen vermittelt werden, so dass die Ipso-Counselor gleichzeitig selbst im Wege einer anerkannten beruflichen Tätigkeit in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden.


„Es gehört meines Erachtens zur Verantwortung von Unternehmen und Unternehmern, sich für die Integration der Menschen einzusetzen, die aus Krisengebieten zu uns kommen und unsere Hilfe brauchen“, erläuterte Dr. Michael Otto heute sein Engagement für den Start von Ipso in Hamburg im Rahmen eines Pressegesprächs. „Unter Verantwortung verstehe ich persönlich, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Dieser Gedanke prägt alle meine Engagements seit vielen Jahren.“

Die Organisation Ipso wurde 2008 von der Psychoanalytikerin Inge Missmahl gegründet. Sie hat sich auf das Gebiet der psychischen Gesundheitsfürsorge anderer Kulturen spezialisiert, die sich in Umbruchzeiten befinden und deren gesellschaftliche Gesamtsituation unter den Menschen hohen psychosozialen Stress hervorruft.

Ipso hat heute Standorte in Afghanistan, China, Sri Lanka, Haiti und in der Ostukraine. Aktuell laufen Verhandlungen mit Jordanien und dem Libanon. In Deutschland ist Ipso bereits in Berlin und in Thüringen aktiv.

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Über die Otto Group

1949 in Deutschland gegründet, ist die Otto Group heute eine weltweit agierende Handels- und
Dienstleistungsgruppe mit rund 49.600 Mitarbeitern. Die Gruppe ist mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 30 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die drei Segmente Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Im Geschäftsjahr 2015/16 (29. Februar) erwirtschaftete die Otto Group Zahlen einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro. Sie gehört mit einem Onlineumsatz von 6,5 Milliarden Euro zu den weltweit größten Onlinehändlern. E-Commerce, Kataloggeschäft und der stationäre Einzelhandel bilden die drei Säulen des Multichannel-Einzelhandels der Otto Group. Weltweite Konzernaktivitäten und eine Vielzahl von strategischen Partnerschaften und Joint Ventures bieten der Otto Group ausgezeichnete
Voraussetzungen für Know-how-Transfer und die Nutzung von Synergiepotenzialen. Ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit der Konzernunternehmen garantiert zugleich Flexibilität und Kundennähe sowie eine optimale Zielgruppenansprache in den jeweiligen Ländern.

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