Historie

Vom kleinen Hamburger Schuh-Händler zur internationalen Unternehmensgruppe: Die Geschichte der Otto Group ist einzigartig – und eng mit der Familie Otto verbunden.

Die Geschichte der Otto Group

1949 - 1959

Gründungs- und Aufbauphase

Werner Otto schreibt mit dem Aufbau seines Versandhauses ein bedeutendes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Innerhalb von zehn Jahren entsteht aus einem Versandhandel mit 28 Schuhen im Angebot ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von 100 Millionen D-Mark.

1949

Werner Otto gründet Versandhandel in Hamburg

Im Alter von 40 Jahren gründet Werner Otto die Firma „Werner Otto Versandhandel“, die am 17. August bei der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Verkehr eingetragen wird. Anfangs beschäftigt er drei Mitarbeiter. Sitz des Unternehmens sind zwei kleine Gebäude in Hamburg-Schnelsen.

1950

Der erste Katalog erscheint

Der erste Katalog ist handgebunden und erscheint in 300 Exemplaren mit eingeklebten Fotos. Auf 14 Seiten werden 28 Paar Schuhe präsentiert. Unter dem Motto „Vertrauen gegen Vertrauen“ führt Otto als erster Versender den Kauf auf Rechnung ein.

1951

Der erste Katalog wird gedruckt und das Angebot wird aufgestockt

Der erste gedruckte Katalog umfasst 28 Seiten und bietet ein erweitertes Sortiment. Neben Schuhen gibt es jetzt auch Aktentaschen, Regenmäntel und Hosen. Otto setzt mit einer Auflage von 1500 Katalogen insgesamt eine Million D-Mark um.

1952

Die Sammelbestellung wird noch attraktiver

Das Prinzip der Sammelbestellung wird perfektioniert: Kunden, die für Nachbarn, Freunde und Verwandte mitbestellen, erhalten fünf Prozent Rabatt. Noch heute ist das Sammelbesteller-Geschäft ein wichtiger Vertriebsweg.

1953

Umsatz: 5 Millionen D-Mark

In weniger als zwei Jahren verfünffacht Otto den Umsatz. Die Auflage des Katalogs steigt auf 37.000 Exemplare.

1956

Jetzt werden auch Hartwaren angeboten

Fahrräder, Porzellan und Elektrogeräte gehören ab jetzt zum Sortiment. OTTO streicht den Samstag als Arbeitstag und führt die Fünf-Tage-Woche ein. Der Otto Versand verlegt seinen Firmensitz von Hamburg-Schnelsen nach Hamburg-Hamm. Der Umsatz steigt auf 52 Millionen D-Mark.

1958

Ab jetzt spielt Otto in der Oberliga

Mit einem Umsatz von 100 Millionen D-Mark gehört der Otto Versand jetzt zu den Großunternehmen in Deutschland.

1959

Neuer Standort für weiteres Wachstum

Am 13. August 1959 wird der Grundstein für einen neuen Firmenkomplex in Hamburg-Bramfeld gelegt. Otto beschäftigt mittlerweile 1.000 Mitarbeiter.

1960 - 1969

Ausbau zum Großunternehmen

In den 60er Jahren baut der Otto Versand seine Stellung als Großunternehmen und Pionier seiner Branche weiter aus und überschreitet im Jahre 1970 die erste Umsatzmilliarde.

1960

Umzug nach Hamburg-Bramfeld

Der Otto Versand bezieht das neue Betriebsgebäude in Hamburg-Bramfeld. Dort ist bis heute der Firmensitz des Unternehmens. Der Umsatz beträgt jetzt 150 Millionen D-Mark. Die Zahl der Mitarbeiter wächst auf 2.000 Menschen.

1962

Sammelbesteller schafft die Umsatzmillion

Der erste Sammelbesteller erreicht mit seinen Bestellungen einen Umsatz von mehr als einer Million D-Mark. Die WAZ-Gruppe beteiligt sich mit 25 Prozent am Otto Versand.

1963

Bestellungen per Telefon

Otto beweist Pioniergeist: Unter der Rufnummer 61 10 81 können ab jetzt – dank integrierter Datenverarbeitung – Bestellungen per Telefon aufgegeben werden. Die General Shopping S.A. übernimmt 15 Prozent der Gesellschafteranteile am Otto Versand.

1964

Neuer Investor steigt ein

Die KG Gesellschaft für Beteiligungen und Investierungen (später AURUM KG) übernimmt zehn Prozent der Anteile am Otto Versand.

1966

Werner Otto übergibt Vorsitz an Günter Nawrath

Unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Günter Nawrath trotzt Otto der Rezession und erreicht mit einem Umsatz von 582 Millionen D-Mark ein außerordentliches Wachstum von 35 Prozent. In Hongkong wird das erste Einkaufsbüro auf dem asiatischen Kontinent eröffnet. Im Katalog finden sich erstmals Stücke von prominenten Modeschöpfern wie Nina Ricci, Christian Dior oder Pierre Balmain.

1967

Katalog erreicht eine Auflage von 1 Million Exemplare

Der Herbst/Winter-Katalog ist 748 Seiten stark und wird in einer Auflage von über einer Million Exemplaren gedruckt. Der Otto Versand bezieht in Hamburg-Bramfeld zwei Neubauten für die Verwaltung und das Lager.

1968

Erster Spezialkatalog erscheint

Neben dem Hauptkatalog gibt es nun etwas Besonderes für junge Leute: das Post-Shop-Magazin.

1969

Gründung der Hanseatic Bank

Die neu gegründete Hanseatic Bank bietet Otto-Kunden nun die Möglichkeit, ihre Bestellungen zu finanzieren. Außerdem wird in Hamburg zur Förderung der medizinischen Forschung die Werner-Otto-Stiftung gegründet.

1970 - 1979

Entwicklung zum Konzern

Die Dekade der 70er Jahre steht für Otto ganz im Zeichen von Expansion und Aufstieg zum Handels- und Dienstleistungskonzern.

1970

Durchbruch: eine Milliarde Umsatz

Im Jahr 1970 stößt Otto in eine neue Dimension vor und erzielt mit 4.800 Festbeschäftigten einen Umsatz von 1,168 Milliarden D-Mark.

1972

Gründung des Hermes Versand Service

Der Otto Versand gründet einen eigenen Zustelldienst. Schon zum Jahresende werden 50 Prozent der Bestellungen postunabhängig zugestellt.

1974

Internationale Expansion beginnt

Mit Beteiligungen an 3 Suisses International, Frankreich (zunächst 25 Prozent, seit 1981 50 Prozent), beginnt die Entwicklung zum internationalen Konzern. Zudem steigt Otto bei Heinrich Heine, Karlsruhe, ein (zunächst 50 Prozent, seit 1981 ganz im Konzern). Hermes stellt inzwischen 90 Prozent aller Otto-Warensendungen zu.

1976

Schwab Versand bringt Otto unter die ersten drei

Der Otto Versand übernimmt die Aktienmehrheit am Schwab Versand, Hanau. Jetzt ist der Otto-Konzern weltweit die Nr. 3 unter den Versandhändlern – nach Quelle und der amerikanischen Sears-Gruppe.

1978

Umsatz: 3 Milliarden D-Mark

Der Otto-Konzern erzielt einen Umsatz von 3,176 Milliarden D-Mark und beschäftigt 10.740 Mitarbeiter.

1979

Eintritt in den niederländischen Markt

Otto expandiert weiter im Ausland und gründet im niederländischen Tilburg Otto Holland. Außerdem übernimmt der Konzern Anteile an der Fegro-Großhandelsgesellschaft (GmbH & Co. KG). Am 7. September eröffnet in Hamburg das Behandlungszentrum für Krebserkrankungen der Universitäts-Kinderklinik, das mit maßgeblicher Finanzierung durch die Werner-Otto-Stiftung entstanden ist.

1980 - 1989

Internationalisierung des Konzerns

Unter der Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Otto wird Otto zur größten Versandhandelsgruppe der Welt.

1980

Hundertmillionste Sendung beim Hermes Versand

Innerhalb von acht Jahren hat der Hermes Versand mehr als 100 Millionen Sendungen zugestellt. Der Otto-Konzern gründet die Otto Reisen GmbH, die Otto-Kunden sämtliche touristische Dienstleistungen per Katalog anbietet.

1981

Dr. Michael Otto wird neuer Vorstandsvorsitzender

Der Vorstandsvorsitzende Günter Nawrath wechselt in den Aufsichtsrat. Dr. Michael Otto übernimmt den Vorstandsvorsitz der Otto Gruppe.

1982

Einstieg bei La Blanche Porte

Über 3 Suisses International beteiligt sich der Otto-Konzern an der Versandhandelsgesellschaft La Blanche Porte.

1986

Umweltschutz wird erklärtes Unternehmensziel

Auch in ökologischer Hinsicht bestätigt Otto seine Vorreiterrolle im Versandhandel: Umweltschutz wird offizielles Unternehmensziel.
Als erstes deutsches Versandhaus führt Otto den 48-Stunden-Express-Service ein.
Der Otto-Konzern beteiligt sich an Alba Moda, Bad Salzuflen, gründet Bon Prix, Hamburg, und Together, Großbritannien, sowie Otto Sumisho, ein Joint Venture mit der Sumitomo Corporation in Japan.
Der Slogan der neuen Werbekampagne „Otto...find’ ich gut“ wird für Jahrzehnte zum geflügelten Wort. Die Internetsuchmaschine Google listet für den deutschsprachigen Slogan Millionen an Treffern.

1987

Otto steigt zum größten Versandhändler der Welt auf

Der Otto-Konzern erwirbt die Versandhäuser Witt Weiden und Venca (heute C.I.F.D.), Spanien, und wird damit zum größten Versandhaus der Welt. In den Jahren 1987 bis 1994 kauft die Familie Otto 80 Prozent des 1964 veräußerten 10-Prozent-Anteils der AURUM KG zurück.

1988

Sportscheck und Moden Müller

Otto beteiligt sich an SportScheck, München und ModenMüller (heute: OTTO), Österreich.

1989

Auf nach Bella Italia

Mit Euronova gelingt dem Otto-Konzern der Markteinstieg in Italien.

1990 - 1999

Globalisierung und Diversifizierung

Die deutsche Wiedervereinigung beschert der ersten Hälfte der 90er Jahre eine temporäre Sonderkonjunktur. Die zweite Hälfte der 90er Jahre steht im Zeichen der neuen Medien und des Geschäftsausbaus durch vielfältige Engagements in Asien und Europa. Mit dem Einstieg in neue Marktsegmente erweitert die Otto Group ihr Geschäftsfeld.

1990

Sonderkonjunktur durch Währungsunion

Die deutsche Wiedervereinigung bringt die Marktwirtschaft in die neuen Bundesländer und führt zu einem rasanten Anstieg der Nachfrage. Der 24-Stunden-Eilservice wird eingeführt. Einstieg in den polnischen Markt mit der Gründung von Otto Polen. Otto engagiert sich im Cash & CarrySektor mit der Gründung von Fegro/Selgros, einem Joint Venture mit der REWE-Handelsgruppe.

1991

Shopping rund um die Uhr

Der Kunde kann nun auch am Wochenende und nachts bei Otto einkaufen. Der Otto-Konzern erwirbt die Mehrheit an Grattan, dem viertgrößten britischen Versender. Gründung von VPC, Portugal.

1992

Einstieg in den ungarischen Markt

Der Otto-Konzern übernimmt die ungarische Versandhandelsgesellschaft Magaréta. Der Hermes Versand liefert die 500-millionste Sendung aus.

1993

Optimierung des Kundenservices

Den 24-Stunden-Service gibt es nun für fast alle Artikel. Sämtliche Kundencenter sind unter derselben Rufnummer erreichbar. Außerdem bündelt Otto unter der OTTO Freizeit und Touristik (Holding OFT) von nun an Reisedienstleistungen.
Dr. Michael Otto gründet die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz. Sie setzt sich für den Schutz und Erhalt der Lebensgrundlage Wasser und von Wasser geprägten Lebensräumen ein.

1994

Lieferung zum Wunschtermin

Der Otto-Konzern führt die Lieferung zum Wunschtermin ein. Als erster Versender präsentiert OTTO sein Sortiment auf einer interaktiven CD-ROM.

1995

Otto goes online

otto.de: Der Otto Versand ist mit seinem umfangreichen Warenangebot erstmals im Internet vertreten und liefert mit dem Feierabend-Service jetzt bis 21 Uhr. Mit der Beteiligung am zweitgrößten deutschen Computerdistributor Actebis verstärkt der Otto-Konzern sein Engagement im Großhandelssektor.

1996

Otto in der Schweiz

In Zürich übernimmt die Otto-Tochter Heine den Versandbereich von Jelmoli, der als Jelmoli-Versand fortgeführt wird.

1997

Neue Medien auf dem Vormarsch

Der komplette Otto-Katalog erscheint nun im Internet: Die Einzelgesellschaft Otto baut ihren Umsatz im Bereich E-Commerce, Internet, CD-ROM und Bildschirmtext auf 450 Millionen D-Mark aus, das sind gut sieben Prozent des Gesamtumsatzes. Gründung des Online-Portals Shopping 24 und Otto Büro & Technik (heute: Otto Office). Der Hermes Versand stellt die 1.000.000.000 Sendung zu. Der Otto-Konzern gründet Joint Ventures in Südkorea, Otto Doosan Mail Order Ltd, und Taiwan, Otto Chailease Mail Order Ltd. Zudem beteiligt sich Otto am Versandhaus Baur in Burgkunstadt. Die Nachfrage nach ökologisch ausgerichteten Produkten nimmt zu: Mit einem Umsatz von 320 Millionen D-Mark bei ökologisch optimierten Textilien steigt die Einzelgesellschaft Otto schon sehr früh in den heute boomenden Markt für nachhaltige Produkte ein.

1998

Die Zahl der Mitarbeiter im Otto-Konzern übersteigt 50.000

Otto beteiligt sich an Crate & Barrel, Chicago, Illinois. In Deutschland wird als Gemeinschaftsunternehmen mit der spanischen Inditex die Zara Deutschland GmbH gegründet.

1999

Otto feiert Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen

Der Otto Versand, die Kerngesellschaft der Otto Group, feiert am 17. August seinen fünfzigsten Geburtstag.
Erwerb der Peacock AG durch die Actebis-Gruppe und des britischen Versenders Freemans in London durch den Otto-Konzern.

2000 - 2009

Innovationen für die Zukunft

Im neuen Jahrtausend baut die Otto Group ihre Innovationsführerschaft aus. Sie bietet neue Sortiments- und Angebotskonzepte, um das geänderte Kaufverhalten im Einzelhandel flexibel bedienen zu können: Die Kunden kaufen und bestellen immer dichter am akuten Bedarf – Gartengeräte im Frühjahr, Bademode im Sommer, neue Möbel im Herbst und Daunenjacken vor dem Frost. Die beginnende Verbreitung des Internet bietet dafür neue, interaktive Vertriebswege. Die Otto Group engagiert sich als „First Mover“ von Beginn an für technische Innovationen und ihren Einsatz im Multichannel-Einzelhandel.

Vertriebskanäle über Internet, Mobiltelefon und Fernseher zählen zu den zukunftsweisenden Instrumenten bei der Erschließung neuer Märkte: Je vielfältiger die Angebotsformen des Verkäufers sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, den Kunden zu erreichen. Käufer können über das Warenangebot rund um die Uhr und von jedem Ort aus verfügen.

Mit Konzeptmultiplikationen in das Ausland bedient die Otto Group zudem die wachsende internationale Nachfrage – etwa nach westlicher Mode für preisbewusste Kunden in Mittel- und Osteuropa.

Zudem öffnet die Otto Group ihr umfassendes Serviceportfolio an Logistik, Transport, Qualitätskontrolle oder Design auch für Unternehmen außerhalb des Konzerns. Als Servicepartner für handelsnahe Dienstleistungen ist die Otto Group weltweit erfolgreich aktiv.

2000

Otto Group ist weltweit die Nr. 2 im B2C-Online-Handel

Der Otto-Konzern gründet discount24, travelchannel.de, Obi@Otto und beteiligt sich an myToys.de. Außerdem geht www.otto-office.com online. Bestellungen per Mobiltelefon mit WAP-Technologie werden erstmals möglich. Die Otto Group ist jetzt nach Amazon der zweitgrößte Online-Händler der Welt im Endverbrauchergeschäft. In England gründet der Hermes General Service UK die Firma Parcelnet.

2001

Virtuelle Anprobe bei otto.de

Gemeinsam mit travelocity.com gründet der Otto-Konzern das Joint Venture Travelocity Deutschland. Hermes gründet gemeinsam mit der Royal TPG Post aus den Niederlanden das Unternehmen EP EuroPost. Auf otto.de wird die virtuelle Anprobe möglich. Baur übernimmt den Universal Versand, Österreich.

2002

Aus dem Otto Versand wird OTTO

Die Umfirmierung von Otto Versand in OTTO trägt der Entwicklung des Unternehmens zu einem international tätigen Handels- und Dienstleitungskonzern Rechnung. Der Euro wird als Bargeld eingeführt. Den Befürchtungen der Konsumenten vor Inflation tritt OTTO mit einer Preisgarantie entgegen.

2003

Hermes macht zunehmend der Post Konkurrenz

Hermes integriert alle logistischen Dienstleistungen unter der Dachmarke Hermes Logistik Gruppe. Bundesweit bietet Hermes die erste ernst zu nehmende Alternative für den Versand von Privatpaketen per Post an.

2004

OTTO erweitert Lieferservice

OTTO weitet seinen Wunschtermin-Service aus und bietet die Belieferung in einem Zeitfenster von drei Stunden an. Gemeinsam mit dem israelischen Modeunternehmen Castro gründet die Otto Group die Castro Deutschland GmbH.

2005

OTTO gibt drei Hauptkataloge heraus

Premiere im deutschen Versandhandel: OTTO bietet drei Hauptkataloge im Jahr an. Die Otto Group verkauft 75 Prozent der Anteile der Hanseatic Bank an die Société Générale, Paris. OTTO und Microsoft vereinbaren eine strategische T-Commerce-Partnerschaft. Als neuen Meilenstein im Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten kündigt OTTO zum zehnjährigen Jubiläum seines erfolgreichen Online-Shops die Erweiterung von otto.de zur umfassenden One-Stop-Shopping-Plattform an.

2006

Otto Group setzt auf Russland

Die Otto Group und die russische PPE Group (inzwischen Direct Group) gründen ein Joint Venture in Russland. Erste Lascana-Geschäfte öffnen in Hamburg und Baden-Baden. Die Otto Group übernimmt die OBI-Anteile aus dem Joint Venture OBI@OTTO. Mit der Gründung der Konzerntochter Hermes Warehousing Solutions vervollständigt die Otto Group ihre Logistik-Kette für Kunden außerhalb des Konzerns.

2007

Dr. Michael Otto wechselt nach 26 Jahren im Vorstand in den Aufsichtsrat

Hans-Otto Schrader wird im Oktober neuer Vorstandsvorsitzender der Otto Group und tritt damit die Nachfolge von Dr. Michael Otto an. Der Launch des dreidimensionalen OTTO-Stores ist ein Quantensprung im Online-Shopping. OTTO und Hagebau gründen das Joint Venture Baumarkt Direkt. Heine erwirbt die restlichen 50 Prozent der Anteile an Manufactum. Die Otto Group trennt sich aus strategischen Gründen vom Segment Großhandel und veräußert deshalb den IT-Distributor Actebis. Das Online-Angebot auf www.otto.de umfasst nunmehr 500.000 Artikel sowie das gesamte Online-Sortiment von Libri.de. Witt Weiden feiert sein 100-jähriges Bestehen. Die Otto Group übernimmt sämtliche Anteile an ihrem japanischen Joint Venture Otto Sumisho Inc., das in OTTO Japan Inc. umbenannt wird. Nach Rückkauf von Mitgesellschafteranteilen vereint Familie Otto wieder alle Anteile der Otto (GmbH & Co KG) auf sich.

2008

Ehrgeiziges Ziel: Senkung der CO²-Emissionen um 50 Prozent

Der Vorstand der Otto Group verabschiedet eine Klimaschutzstrategie. Sie zielt auf eine langfristige, kontinuierliche und nachhaltige Senkung der CO²-Emissionen ab. Alle wesentlichen Unternehmen der Otto Group sind bis 2020 zur Reduzierung ihrer transport-, mobilitäts- und standortbezogenen -Emissionen um 50 Prozent verpflichtet.
Die Otto Group verkauft ihre Anteile an den Cash-&-Carry-Großhandelsmärkten Fegro/Selgros an den langjährigen Joint-Venture-Partner Rewe.
Um Artikel-Absatzprognosen zu optimieren, gründet die Otto Group gemeinsam mit der Physics Information Technologies (Phi-T) die Firma Phi-T products & services. Außerdem entsteht eVenture Capital: Mit der Auflage des eVenture Fonds 1 im November schafft die Otto Group die Basis für Beteiligungen an neuen Technologien und Innovationen im Bereich E-Commerce.
Die US-amerikanische Möbel- und Haushaltswaren-Kette Crate and Barrel expandiert nach Kanada.
Im Herbst übernimmt die Otto Group die Mehrheit an der NaDom-Gruppe und wird somit zum Marktführer im russischen Distanzhandel.
Der Traditionsversand Schwab beschließt einen Wandel vom Universalisten zum Spezialisten für große Größen. Dafür wird die Marke Sheego ausgewählt.

2009

Happy Sixty!

Mit einer mehrmonatigen Kampagne feiert die Kerngesellschaft OTTO mit Mitarbeitern und Kunden ihren 60. Geburtstag.
Anfang des Jahres übernimmt die Otto Group Limango und erweitert damit ihr E-Commerce-Portfolio um einen Private-Shopping-Club. Der Komplettanbieter für Kinderartikel MyToys.de feiert sein zehnjähriges Bestehen.
Die Otto Group übernimmt von der insolventen Quelle-Holding das vollständige Geschäft von Quelle Russland. Zudem erwirbt Otto die europäischen Rechte an der traditionsreichen Marke Quelle und deren Eigenmarken, wie beispielsweise Privileg. Im Dezember übernimmt die Otto Group die Anteile der russischen Direct Group an den beiden Gemeinschaftsunternehmen Direct Catalogue Service und NaDom und stärkt damit ihre marktführende Position in Russland. Unter der Dachmarke Hermes Europe werden sämtliche Aktivitäten der Logistikgesellschaften in Deutschland, Großbritannien, Österreich und Italien koordiniert.
OTTO-Gründer Prof. Dr. h.c. Werner Otto feiert seinen 100. Geburtstag.

seit 2010

Everywhere-Commerce im Fokus

Einzelne Unternehmen der Otto Group erzielen inzwischen rund zwei Drittel ihrer Umsätze im E-Commerce. Mit dem Erfolg behauptet die Otto Group ihre Position als weltweit größter Online-Händler für Fashion und Lifestyle mit dem Endverbraucher und ist insgesamt die Nummer 2 hinter Amazon; in Deutschland hat die Otto Group ihre Spitzenposition als größter E-Commerce-Player (BtoC) gefestigt. Die Otto Group setzt auf „Everywhere-Commerce“: Aktivitäten in sozialen Medien wie Facebook und Twitter sowie Smartphone- und WebPad-Applikationen machen das Online-Shopping mobil.

2010

E-Commerce wird wichtigster Vertriebszweig

Die Otto Group erlebt ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr und wächst um über zwölf Prozent auf 11,4 Milliarden Euro Umsatz. Besonders im Onlinebereich verzeichnet der Konzern ein enormes Wachstum und kann im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seinen Umsatz um 25 Prozent steigern. Mit mirapodo.de etabliert das Unternehmen zudem eine neue Marke im E-Commerce.
Auch in Russland ist Wachstum angesagt: Die Otto Group Russia kann ihre Erlöse beinahe verdoppeln. Das Wachstum wird auch durch die Konsolidierung von Quelle Russland unterstützt.
Weiter wird das Unternehmen durch das Fachmagazin Textilwirtschaft als "Top-Arbeitgeber 2010“ ausgezeichnet.

2011

OTTO-Gründer Werner Otto verstirbt im Alter von 102 Jahren

Am 21. Dezember 2011 verstirbt der Hamburger Kaufmann und Unternehmer Prof. Dr. h.c. Werner Otto, Gründer der Versandhandelsgruppe OTTO und der Einkaufscenter-Entwicklungsgesellschaft ECE, im Alter von 102 Jahren im Kreise seiner Familie in Berlin. Werner Otto gehörte zu den letzten noch lebenden Wirtschafts-Pionieren der Nachkriegszeit, die mit visionärer Kraft, ausgeprägtem Erfindungsreichtum und großem unternehmerischen Mut die wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und soziale Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland mitgeprägt haben.
Mit der Mission „Die Kraft der Verantwortung“ bringt die Otto Group ihre Werte auf den Punkt: Wirtschaftlichkeit, Innovation, Vielfalt und Nachhaltigkeit. Sie gelten für jeden einzelnen Mitarbeiter, für fast 50.000 Menschen in 20 Ländern.
Das Konzernunternehmen Bonprix feiert seinen 25. Geburtstag sowie einen Rekordumsatz in 2010/2011.
30-jähriges Firmenjubiläum von ALBA MODA aus Bad Salzuflen: Was 1981 als Versandhaus für Berufsbekleidung von Ärzten und Apothekern begann, ist heute ein internationaler Multichannel-Anbieter italienisch inspirierter Modetrends.
Mit der Expansion nach Brasilien treibt die Otto Group das Auslandsgeschäft weiter voran. Sie verfolgt dabei die Strategie, in allen drei Segmenten – E-Commerce, Service und Finanzdienstleistungen – gleichzeitig Aktivitäten zu starten. Den Anfang macht die EOS Gruppe: Sie hat 60 Prozent von Hoepers Recuperadora de Crédito S.A. übernommen, einem der Top 3 der Inkassoanbieter Brasiliens.
Die Traditionsmarke QUELLE, deren Rechte die Otto Group 2009 erworben hatte, kehrt als Internet-Marktplatz zurück. Verschiedene Händler bieten auf der Plattform Produkte aus den Bereichen Elektronik & Wohnen, Garten & Baumarkt, Sport & Hobby an.
Auf ihrer Facebook-Fanpage hat OTTO einen der ersten Augmented-Reality-Shops in Deutschland eröffnet. Facebook-Nutzer können in der virtuellen Anprobe interaktiv vor einer Webcam ausgewählte Kleidungsstücke aus dem OTTO-Sortiment virtuell anprobieren, sich dabei fotografieren und die Styles mit ihren Facebook-Freunden teilen.
60 Jahre Heine: Mit dem Slogan „Heine sagt Danke“ bedankt sich der Versender im Jubiläumsjahr bei seinen Kunden für ihre Treue.

2012

Investment in neue Märkte und Technologien

Nach der erfolgreichen Expansion nach Russland forciert die Otto Group den Einstieg in das BRIC-Land Brasilien, um in dem südamerikanischen Land das E-Commerce-Geschäft zu forcieren. Zusammen mit dem Distanzhandelsunternehmen Posthaus hat die Otto Group das Gemeinschaftsunternehmen DBR gegründet, an dem das Unternehmen eine knappe Mehrheit hält.

Im Januar des gleichen Jahres gründet die Otto Group zusammen mit Florian Heinemann, Uwe Horstmann, Thies Sander und Christian Weiss den Inkubator Project A Ventures mit Sitz in Berlin. Der Konzern ist mit insgesamt 50 Millionen Euro bereitgestelltem Kapital führender Investor. Mit dem Investment will die Otto Group eine weitere Frühphase innerhalb der Wertschöpfungskette von E-Commerce-Geschäftsmodellen abdecken.

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